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Döbeln Der Kreuzplatz braucht ein breiteres Stadttor – das Modell dafür gibt es schon
Region Döbeln Der Kreuzplatz braucht ein breiteres Stadttor – das Modell dafür gibt es schon
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19:00 28.09.2017
So etwa könnte das neue Kreuzplatz-Stadttor aussehen. Quelle: Olaf Büchel
Rosswein

Wenn beim Roßweiner Ehrenamtstag am Freitagabend besonders viele Gäste die Rathausstufen zum großen Saal hinaufsteigen, dann dürfte das Modell eines historischen Stadttores ihr Aufsehen erregen. Es handelt sich um einen Entwurf für das neue Kreuzplatz-Stadttor, das beim Schulfest 2020 Premiere haben soll.

Gebaut hat das Modell Günter Zeugfang, Kreuzplatzbewohner, Fan des Roßweiner Schulfestes und selbst fast zweieinhalb Jahrzehnte lang Stadthauptmann bei diesem aller fünf Jahre wiederkehrenden Großereignis. Etwa vier Wochen hat der 72-Jährige in seiner Werkstatt getüftelt, gesägt, modelliert und gestrichen, bis das mittelalterliche Stadttor im Kleinformat fertig war. „Ich habe es aus Holz gebaut und für die Türme Kunststoffrohre verwendet“, verrät der rüstige Rentner. Richtig: nach diesem Modell hätte das neue Schulfest-Stadttor am Kreuzplatz nicht nur einen Turm wie das vorhandene, sondern zwei Türme. Warum diese Veränderung und wieso ist überhaupt ein neues Stadttor erforderlich?

Auf diese Frage kann zunächst die Bauamtsleiterin der Stadt, Petra Steurer, eine Antwort geben. Das Haus am Kreuzplatz 10, das bislang bei den Schulfesten die Begrenzung der turmlosen Stadttorseite bildete, aber schon seit Jahren leer steht, wird nicht mehr lange existieren. Das Dachgeschoss ist schon verschwunden. Auch die jetzige Fassade wird abgerissen. Das jetzige Stadttor wäre also zu schmal, es muss an die künftigen Gegebenheiten angepasst werden. So kam Günter Zeugfang auf die Idee des zweiten Turmes: „Den könnte man doch aus einem Rohr bauen, wie sie im Gewerbegebiet Fuchsloch hergestellt werden. Natürlich könnten wir auch die zurzeit eingelagerten Teile des vorhandenen Stadttores weiter verwenden“, beschreibt Günter Zeugfang seine Vorstellungen. Das war übrigens beim Schulfest 1972 zum ersten Mal errichtet worden und löste damals auch schon einen älteren Vorgänger ab. Die Turmbrücke soll nach wie vor begehbar sein. „Das neue Turm-Teil müsste man entsprechend modellieren und farblich gestalten“, sagt Zeugfang. Seine Ideen und das danach gebaute Modell versteht der Roßweiner als Vorschlag. Doch allzu viel Zeit möchte er nicht verstreichen lassen: „2020 ist das nächste Schulfest. Gar so lange sollten wir das Thema nicht hinausschieben. Das Tor muss ja auch noch gebaut werden.“

Günther Zeugfang bringt sich nun schon seit 43 Jahren aktiv ins Roßweiner Schul- und Heimatfest ein, 24 Jahre lang ist er Stadthauptmann gewesen. Beim letzten Schulfest hatte er sich von diesem Posten verabschiedet. „Da sollen jetzt mal Jüngere ran. Beim nächsten Fest bin ich immerhin schon 75“, sagt der Kreuzplatz-Bewohner. Was nicht heißt, dass er sich nicht weiter für das größte Volksfest der Region engagieren will. Seine Stadttor-Pläne sind der beste Beweis dafür.

Von Olaf Büchel

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