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Der Mann für alle Fälle: Peter Kunze ist neuer Bürgerpolizist in seiner Stadt Roßwein

Sicherheit und Ordnung Der Mann für alle Fälle: Peter Kunze ist neuer Bürgerpolizist in seiner Stadt Roßwein

Der neue Bürgerpolizist der Stadt hat sozusagen ein Heimspiel. Denn Hauptkommissar Peter Kunze ist seit vielen Jahren selbst Roßweiner. Er wohnt nicht weit vom Posten an der Döbelner Straße 44 entfernt und kennt die Stadt wie seine Westentasche. Seit 1. Mai ist er erster Anlaufpunkt und Ansprechpartner in Sachen Sicherheit. Die Bürger nutzen es.

Bürgerpolizist Peter Kunze ist seit 1. Mai für Roßwein und Umgebung zuständig.
 

Quelle: Sven Bartsch

Rosswein.  Der neue Bürgerpolizist der Stadt hat sozusagen ein Heimspiel. Denn Hauptkommissar Peter Kunze ist seit vielen Jahren selbst Roßweiner. Er wohnt nicht weit vom Posten an der Döbelner Straße 44 entfernt und kennt die Stadt wie seine Westentasche. Seit 1. Mai ist er erster Anlaufpunkt und Ansprechpartner in Sachen Sicherheit in seiner Stadt. Die Bürger nutzen es.

Der 56-Jährige ist seit 1982 Polizist und übte bislang vor allem Streifentätigkeiten aus. Den Großteil seiner Arbeit als Polizist leistete er am Döbelner Revier. „Ich war aber auch ein Jahr in Leipzig-Mitte und eine Zeit lang in Berlin Hohenschönhausen. Wer das übersteht, der kann überall hingehen“, sagt Kunze in ruhigem Ton. Mit der Zeit habe er sich ein „dickes Fell“ zulegen müssen, um in dem Job zu bestehen. Die Aggressivität der Menschen habe zugenommen, so seine Beobachtungen. Dabei seien die Auslöser von Auseinandersetzungen oft Nichtigkeiten. „Und doch sind am Ende nicht selten die Fäuste im Spiel, wenn nicht gar Schlimmeres“, sagt der Beamte.

In Roßwein sei es aber vergleichsweise ruhig. Momentan gebe es aus polizeilicher Sicht keine herausragenden Brennpunkte. „Als es noch das Asylheim gab, gab es auch einige Zwischenfälle. Doch das hatte nicht speziell etwas mit Roßwein zu tun. Solche Ereignisse sind austauschbar“, blickt Kunze einige Monate zurück. Am Jahresanfang traten in den Gartenanlagen der Stadt vermehrt Laubeneinbrüche auf. Das habe sich aber wieder gelegt. Wo der Bürgerpolizist gemeinsam mit den Ordnungshütern der Stadt derzeit bei Streifen etwas genauer hinschaut, sind Spielplätze. Junge Erwachsene würden diese wieder vermehrt als Treffpunkte nutzen – zum Leidwesen der für Sauberkeit sorgenden Bauhofmitarbeiter. Die Hinterlassenschaften der jungen Leute sind beachtlich. „Es geht nicht so sehr um Vandalismus, mehr um leere Flaschen und Müll“, erklärt Peter Kunze.

Ansonsten könnte man den Hauptkommissar fast als „Mann für alle Fälle“ bezeichnen. „Die Leute kommen zur Sprechzeit mit den verschiedensten Anliegen.“ Wo kann man einen Reisepass beantragen? Kann der Enkel ein Praktikum bei der Polizei machen? Der Ausweis ist weg! Im Keller wurde eingebrochen! Und, und, und... Kunze: „Der Bürger ist oft so gestrickt, dass er sich erst einmal an die Polizei wendet, wenn er nicht mehr weiter weiß. Auch wenn wir da gar nicht zuständig sind.“ Doch der enge Kontakt zu den Einwohnern ist für den Hauptkommissar auch das Schöne am Job des Bürgerpolizisten. Hinzu komme, dass die Roßweiner zwar sehr neugierig, aber auch sehr hilfsbereit sind, so Kunze. Als die Stelle des „Büpo“ für Roßwein ausgeschrieben wurde, habe er sich darum beworben. Vorgänger Siegfried Rantsch ist in den Ruhestand gegangen.

Peter Kunze will versuchen, oft in der Stadt und im Umland Präsenz zu zeigen und den Papierkram möglichst mit in den Sprechzeiten abzuarbeiten. Natürlich sieht er sich auch als Verbindungsglied zum Revier in Döbeln und zur Polizeidirektion in Chemnitz. Ein Auge will er in den nächsten Tagen, oder besser Nächten, auf der neuen Roßweiner Ampel haben. Die ohnehin in der Kritik stehende Anlage müsse nach seiner Auffassung nachts nicht in Betrieb sein. „Da ist ein Auto unterwegs und das muss zwei Minuten an der roten Ampel stehen. Was soll das?“ Wenn sich daran nichts ändert, wolle er mit der Verkehrsbehörde oder dem Straßenbauamt Kontakt aufnehmen.

Sprechzeiten des Bürgerpolizisten in Roßwein, Döbelner Straße 44: Dienstag, 9 bis 12 Uhr, Donnerstag, 14 bis 17.30 Uhr; Telefon 034322/4 67 69

Von Olaf Büchel

Rosswein 51.068059 13.183146
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