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Döbeln Der Neue funkt nicht: Schönberger Kameraden weiter auf altes Löschfahrzeug angewiesen
Region Döbeln Der Neue funkt nicht: Schönberger Kameraden weiter auf altes Löschfahrzeug angewiesen
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Bleibt den Schönberger Kameraden als rollende Funkstation erhalten: Das alte Löschfahrzeug, ein Geschenk aus der Partnergemeinde Schönberg in Schleswig-Holstein Quelle: Dirk Wurzel
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Waldheim

Wenn die Schönberger Kameraden künftig mit ihrem neuen Löschfahrzeug zum Einsatz ausrücken, müssen sie das alte mitnehmen. Grund: Das neue Auto hat bereits Digitalfunk. Und dieser ist auf die Rettungsleitstelle Chemnitz programmiert, die aber noch gar nicht in Betrieb ist. Die aktuelle Leitstelle in Grimma funkt analog.

So wie das alte Feuerwehrauto der Schönberger Wehr, das diese einst von ihrer Partnergemeinde Schönberg in Schleswig Holstein geschenkt bekam. „Wann die neue Rettungsleitstelle in Chemnitz in Betrieb geht, weiß derzeit noch keiner“, sagte Peter Schröder, stellvertretender Wehleiter der Feuerwehr Waldheim, jüngst zur Jahreshauptversammlung der Kameraden der Schönberger Ortswehr. Ein digitales Geschenk hatte er aber trotzdem mitgebracht, wenngleich es eher eine Leihgabe ist. Gunther Marle war bis zur Jahreshauptversammlung seit einem Vierteljahrhundert stellvertretender Ortswehrleiter. Und nun ist er Piepser-Tester. Dazu bestimmte ihn Peter Schröder, weil Gunther Marle jetzt Zeit habe als Rentner, wie Peter Schröder scherzhaft sagte. Der Hintergrund ist aber ernster Natur. Der Landkreis will schon seit Jahren die Alarmierungstechnik der Feuerwehren – dazu gehören Piepser und Sirenen – nicht nur kreisweit einheitlich gestalten. Auch digital soll diese sein. Das ist jedoch nicht mit dem Digitalfunk zu verwechseln, der Aufgabe des Freistaates ist. „Die digitalen Funkmeldeempfänger sind derzeit in der Erprobung. Es geht jetzt darum, den Empfang zu testen und Funklöcher aufzuspüren“, erläuterte Peter Schröder. Täglich um 15 Uhr bekommt Gunther Marle jetzt eine Testnachricht.

Üben, üben, üben

Zu Einsätzen sind die Schönberger Kameraden im vergangenen Jahr recht wenig ausgerückt. Dafür bewältigten sie ein eindrucksvolles Programm an Übungen, wie Wehrleiter Sebastian Blech in seinem Bericht vortrug. Er ist übrigens als Ortswehrleiter einstimmig wiedergewählt. Zu seinem neuen Stellvertreter wählten die Kameraden ebenfalls einstimmig Martin Wünsche.

So übten die Schönberger Feuerwehrleute unter anderem die Wasserentnahme im Wohngebiet Goldene Höhe. „Für zwei C-Rohre ist Wasser da und kann für kurze Zeit aus den Hydranten entnommen werden“, sagte Sebastian Blech. Im Checkpoint Massanei übten die Kameraden die Menschenrettung, gleiches taten sie in der Kita Tierhäuschen in Waldheim. „Dort ist die Fluchttreppe allerdings sehr schmal und die Rettung dadurch schwierig“, so der Ortswehrleiter. Am 23. Mai rückten sie zu einem richtigen Einsatz aus. Das Feuer bei einer Firma war schon eingedämmt. Trotzdem waren acht Mann zwei Stunden im Einsatz. Die Freude über das neue mittlere Löschfahrzeug ist natürlich groß. Es hat unzählige Arbeitsstunden gekostet, das Auto in Abstimmung mit der Ausrüsterfirma auf die Gegebenheiten anzupassen: Die niedrige Garageneinfahrt im Gerätehaus. Altbürgermeister Steffen Blech – selbst Feuerwehrmann mit dem Dienstgrad Brandmeister – hatte sich in seiner Amtszeit enorm dafür eingesetzt. 166 000 Euro kostet das Auto, Freistaat und Landkreis haben es gefördert.

Von Dirk Wurzel

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