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Döbeln Der Vorhang öffnet sich
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23:42 20.11.2013
Georg Christoph Sandmann dirigiert Fraitagabend das 3. Sinfoniekonzert in Döbeln. Es eröffnet die Spielzeit des Mittelsächsischen Theaters, das nach den Schäden durch das Juni-Hochwasser verspätet zurückgekehrt ist. Quelle: Peter Adamik

Die erste Veranstaltung zum morgen Abend stattfindenden 3. Sinfoniekonzert hat bereits stattgefunden.

Es ist eine ehrenwerte Idee, denn schließlich erfordert die Kürze einer maximal 20-minütigen Konzerteinführung, in der dann zumeist drei Werke erläutert werden, vom Vortragenden in erster Linie mutigen Verzicht. Zudem sind die Programmhefte der Konzerte auch im Vergleich zu anderen sächsischen Theatern vergleichsweise knapp gehalten - sie bieten jedenfalls nicht viel Raum für besondere Darlegungen.

Da ist es nur verständlich, dass Musikdramaturg Frank Meier in seinem zweiten Dienstjahr nach Möglichkeiten sucht, noch weitere Informationen zur Musik ans Publikum zu bringen. "Gerade bei den anspruchsvollen Werken des 20. und 21. Jahrhunderts hat man als Zuhörer mehr davon, wenn man sich bereits zuvor damit beschäftigen konnte", bringt der ausgebildete Musikpädagoge gleich zur ersten Veranstaltung der neuen Reihe deren Zielrichtung auf den Punkt.

Auch der Name ist natürlich Programm: Hörrohre sind jene urtümlichen Apparate, die Schallwellen sammeln und in den äußeren Gehörgang des Menschen leiten - die Online-Enzyklopädie Wikipedia erklärt kurzerhand das "bessere Hören" zum Sinn des Ganzen. Ein Terminus, der im übertragenen Sinn wohl der Anspruch eines jeden Musikdramaturgen ist. "Manche Musik ist es einfach wert, dass man neben dem bloßen Hören im Konzertsaal auch einmal gewissenhaft in die Noten schaut", weiß Meier.

Denn ganz ohne Noten kommt der Dramaturg in der kleinen Runde, die sich da am Montagabend im Theaterfoyer versammelt hat, natürlich nicht aus. Doch keine Angst: Es ist kein musikwissenschaftliches Seminar, das Meier da veranstaltet, und die wenigen Notenbeispiele sind selbst für diejenigen verständlich, die ihre Probleme mit der Notenschrift haben - allein schon die Fülle schwarzer Kleckse an manchen Stellen zeigt ja, dass es hier musikalisch richtig zur Sache geht.

Bela Bartoks "Musik für Saiteninstrumente, Schlagwerk und Celesta" stellt der Musikdramaturg in rund 70 kurzweiligen Minuten vor - zweifellos eines der klassischen Werke des 20. Jahrhunderts, das - so viel wird in der Premiere des "Hörrohr" klar - vor allem an den Dirigenten hohe Herausforderungen stellt. Umso besser, dass es da im Sinfoniekonzert am Freitag im Theater Döbeln zu einem Wiedersehen mit einem alten Bekannten kommt, wenn der bis 2003 amtierende Generalmusikdirektor Georg Christoph Sandmann als Krankheitsvertretung wieder am Pult vor seinem einstigen Orchester steht.

Hagen Kunze

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