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Der Weg nach Döbeln ist – theoretisch – wieder frei

Ausbau Grimmaische Straße Der Weg nach Döbeln ist – theoretisch – wieder frei

Seit Dienstag ist die Grimmaische Straße in Döbeln auch zwischen Muldebrücke und Lindenallee wieder frei befahrbar. Anlieger atmen auf. Doch nicht alle können sich uneingeschränkt freuen. Denn noch ist das Großprojekt des Freistaates Sachsen nicht abgeschlossen. Gänzlich fertig will das Landesamt für Straße und Verkehr im Sommer 2017 mit den Arbeiten sein.

Das letzte Stück der Grimmaischen Straße, auf dem verschiedene Geschäfte ansässig sind, dient jetzt als Umleitungsstrecke in die Stadt. Die schmale Straße ist dafür nur noch einseitig befahrbar und beparkbar.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Toska Matzeik, die im Getränkeshop Köhler direkt an der Ecke Grimmaische Straße/Lindenallee arbeitet, ist froh, dass der Weg von Großbauchlitz aus nun endlich wieder frei ist. „Die Kunden, die wir aus der Ecke hatten, sind nicht mehr gekommen“, erzählt sie von der Durststrecke. Abgesehen von den Umsatzeinbußen, „es macht ja auch keinen Spaß, wenn niemand kommt.“ Sie hofft, dass sich das Geschäft jetzt akklimatisiert. Seit Dienstag kann der Verkehr in Richtung Stadt wieder rollen, allerdings nur für den Pkw- und Bus-Verkehr – Lkw fahren weiter die Umleitung um den Baustellenbereich, und bevorzugt für Ortskundige. Deshalb ist die alte Umleitungsbeschilderung in Großbauchlitz auch noch aktiv. „Das ist Absicht, es soll kein Massenverkehr in die Grimmaische Straße gezogen werden“, erklärt Stadtpressesprecher Thomas Mettcher. Denn: Weil das Lasuv an Lindenallee und Bahnhofstraße weiter baut, dient das letzte Teilstück der Grimmaischen Straße, das sich bis zum Sternplatz zieht, als Umleitungsstrecke in die Stadt. Dafür ist die schmale Straße vom Sternplatz aus für den Verkehr gesperrt und darf auch nur noch einseitig beparkt werden.

Beide Faktoren ärgern die Betreiber der anliegenden Geschäfte, denn für sie hat sich trotz Aufhebung der Vollsperrung nichts verbessert. Kornelia Härtel vom Lotto- und Bestellcenter ist regelrecht resigniert. „Die Einschränkungen sind enorm und sie sind geblieben“, sagt sie und verweist darauf, dass jetzt zwar die Kundschaft aus Richtung Großbauchlitz durchfahren können, dafür aber die aus der Stadt ausbleibe.

Das Problem: „Es gibt für Autofahrer am Kreisverkehr am Sternplatz außer einem Einfahrt-verboten-Schild keinen Hinweis, wie sie jetzt fahren müssen, um in unsere Straße zu gelangen.“ In der Tat: Wer auf der Bahnhofstraße aus Richtung Stadt kommt, muss sich selbstständig orientieren. Aber auch das, so Thomas Mettcher, ist kein Versehen. Man geht von der Ortskunde derjenigen aus, die in diesem Bereich mit dem Auto unterwegs sind. „Natürlich schaut sich das Ordnungsamt an, wie es funktioniert“, sagt er. Und dann werde darüber befunden, ob am Sternplatz eine Beschilderung erforderlich ist, die auf die Umfahrung hinweist. Auf jeden Fall weggeräumt werden die Sackgasse-Schilder, die am Kreisel Bahnhofstraße sowohl Ortsfremden, als auch Ortskundigen immer noch verkünden, dass es an dieser Stelle keinen Weg aus der Stadt heraus gibt.

 

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Von Manuela Engelmann

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