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Döbeln Der Wilde Mann in Ostrau als Vorzeigeobjekt
Region Döbeln Der Wilde Mann in Ostrau als Vorzeigeobjekt
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00:19 11.10.2017
Potenzielle Bauherren und Fachleute vom Bau kamen bei der Veranstaltung der Nestbau-Zentrale im „Wilden Mann“ in Ostrau zusammen. Quelle: Gerhard Dörner
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Ostrau


„Der wilde Mann soll bald wieder im alten Glanz erstrahlen und zu einem attraktiven Ortskern in Ostrau beitragen“, heißt es seitens des Vereins. Am Sonnabend wurden die Räumlichkeiten des Gasthofes von der Nestbau-Zentrale für die Veranstaltungsreihe „Ländliches Bauen“ genutzt, bei der sich Bauinteressierte mit regionalen Unternehmen austauschen konnten.

„Denkmalpflege bedeutet: Dinge im Bewusstsein erhalten und schützen“, erklärt der Diplomrestaurator Mathias Steude während der Führung durch den beeindruckenden Ballsaal. Nach seiner Meinung ist es bei der Restaurierung historischer Gebäude wichtig, den Kern zu bewahren, was jedoch nicht immer umsetzbar ist. „In diesem Fall muss eine Möglichkeit gefunden werden, die Gebäude in einer vereinfachten Variante zu erhalten, ohne etwas zu zerstören.“

Josefine Tzschoppe, Koordinatorin der Nestbauzentrale Mittelsachsen sieht die Veranstaltung in Ostrau als Möglichkeit, junge Menschen dazu anzuregen, ihr „Nest“ im Landkreis zu bauen. Der Austausch mit Fachleuten zum Thema Bauen und Sanieren soll den Menschen außerdem die Scheu nehmen: „Ob es nun ein alter Bauernhof oder ein Altbau ist, viele Menschen denken, den Umbau könnte niemand bezahlen. Doch die Kosten sind in der Regel nicht höher als beim Bau eines neuen Hauses“. Der wilde Mann ist für sie ein Vorzeigeobjekt dafür, aus einem abrissgefährdeten Haus viele neue Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen.

Der „Wilde Mann“ hinterlässt nicht nur in Ostrau seine Spuren, sondern übt auch über den Altkreis Döbeln hinaus Anziehungskraft aus: Angelika Stangel aus Riesa hat schon einige Erfahrungen mit der Sanierung eines in die Jahre gekommenen Hauses gemacht. Seit 1885 ist ihr heutiges Haus in Familienbesitz. Drei Familien wohnen dort, 1992 haben sie die Sanierung des Hauses in Angriff genommen. Nun soll der Keller erneuert werden. „Wir sind sehr froh, dieses Haus zu haben. Wenn die Bausubstanz gut ist, sollten sich Hausbesitzer ruhig trauen.“ Die Veranstaltung sei eine gute Möglichkeit, um mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen: „Die Veranstaltung ist klein und fein, hier kann ich wirklich mit fachkundigen Unternehmen sprechen und bin nicht so überreizt wie auf einer Messe“.

Ben Breischneider aus Dürrweitzschen zieht es an diesem Tag auch nach Ostrau. Zum einen wollte er den Baufortschritt und die Innengestaltung des „Wilden Mannes“ begutachten. Zum anderen wollte er alle Informationen zum Renovieren und Umgestalten eines Altbaus mitnehmen. Als alteingesessener Ostrauer ist der wilde Mann für ihn ein Begriff. „Es war ein Haus, das immer mehr zerfiel. Es ist sehr schön, dass nun etwas passiert und investiert wird.“

Von Maria Sandig

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