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Döbeln Der Zivi grüßt noch immer – drei Döbelnerinnen feiern Betriebsjubiläum im Pflegedienst
Region Döbeln Der Zivi grüßt noch immer – drei Döbelnerinnen feiern Betriebsjubiläum im Pflegedienst
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00:18 11.02.2016
X Quelle: Archiv
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Döbeln

Von der Erde bis zum Mond sind es 384 000 Kilometer. Reichlich zwei Drittel dieser Strecke haben Schwester Martina Draßdo und ihre Kolleginnen Elke Redemann und Barbara Haferkorn mit ihren Autos zurückgelegt. Die drei Pflegedienst-Mitarbeiterinnen der Awo in Döbeln waren und sind pro Woche rund 60 Kilometer zu den Pflegebedürftigen unterwegs. Bei 220 Arbeitstagen pro Jahr sind das 13200 Kilometer, die sie jährlich dienstlich zurücklegen. Um die 20 überwiegend alte Menschen betreut und pflegt eine jede von ihnen täglich. am Montag kam Daniel Schippan, Geschäftsführer des Awo-Kreisverbandes Mulde-Collm, aus Grimma nach Döbeln, um den Betriebs-Jubilarinnen gemeinsam mit Simona Kroll, Leiterin der Awo Pflege- und Betreuungs- gemeinnützige GmbH, hatten ihre langgedienten Mitarbeiterinnen zu einem gemeinsamen Frühstück eingeladen.

Urkunden und Blumen gab es natürlich auch. Am Kaffeetisch erinnerten sich die Pflegekräfte zurück an die stärksten Ereignisse aus zwei Jahrzehnten Arbeit für die Awo. Mit was für Autos sie schon zu den Pflegebedürftigen gefahren sind, es waren mindestens fünf Stück. Angefangen vom Ford-Fiesta über einen VW bis zu den Renaults, mit denen die Mitarbeiterinen der Awo-Pflege derzeit in Döbeln und Umgebung zu den Einsatzorten der ambulanten Pflege fahren. Und manchmal sind sie auch gelaufen. So wie Schwester Martina. „2001 lag soviel Schnee, da war mit dem Auto kein Fortkommen.“ Viermal war sie in 20 Jahren zu Fuß unterwegs, einmal davon sogar an Heiligabend. Elke Redemann kam 2002 gar nicht weg, da stand das Hochwasser vor ihrer Haustür.

Als es den Zivildienst noch gab, haben diesen viele junge Männer bei der Awo absolviert. Schwester Martina hat viele angelernt. „Manche grüßen mich heute noch“, sagt sie. Und gesteht, dass sie die Grüßenden mitunter gar nicht zuordnen kann.

20 Jahre beim selben Arbeitgeber – heutzutage ist das schon eine kleine Seltenheit. „Die ältere Generation denkt heutzutage anders. Wir haben bei der Awo auch schwere Zeiten erlebt und sind trotzdem geblieben“, sagt Barbara Haferkorn. Sie selbst bleibt noch ein halbes Jahr, dann hat sie das Rentenalter erreicht. Ihre Kolleginen haben noch ein paar Jahre vor sich.

„Die drei sind seit 20 Jahren in guten wie in schlechten Zeiten für uns tätig“, sagt Simona Kroll. Momentan ist eine gute Zeit, da es viele Aufträge gibt, was natürlich auch am demografischen Wandel liegt. Es gibt halt mehr alte Menschen. Das war nicht immer so und die ambulante Pflege der Awo kennt auch Zeiten mit Kurzarbeit. Entlassen musste sie damals aber niemanden.

Mit einer Kita in Masten fing die Awo vor 25 Jahren in Döbeln an. Da war zunächst auch die Geschäftsstelle untergebracht. Im April 1991 hat die Arbeiterwohlfahrt ihre Sozialstation an der Grimmaischen Straße eröffnet, die nun an der Unnaer Straße sitzt. Das Jahr 2016 hält also noch ein Jubiläum bereit, das bald gefeiert wird.

Von Dirk Wurzel

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