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Döbeln Der kleine Clown August macht Kinder und Familien glücklich
Region Döbeln Der kleine Clown August macht Kinder und Familien glücklich
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00:18 26.05.2017
Der kleine August. Quelle: Sven Bartsch
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Kriebstein

Die Seebühne Kriebstein in jetziger Form – mit Plattform und Sitztribüne – geht in die zehnte Saison. Das Mittelsächsische Theater wartet mit einer Spielzeitverlängerung und gleich drei Stücken auf. Premiere hat zu Pfingsten das Clownsmärchen „Der kleine August“. Ein Wiedersehen gibt es auf vielfachen Publikumswunsch mit dem Musical „Hello, Dolly!“ und der Operette „Der Vogelhändler“.

Theater-Intendant Ralf-Peter Schulze meint, die Sehnsucht der Menschen nach der Freiluft-Spielzeit spüren zu können und möchte mit Ensemble und Team diesem Wunsch gerecht werden. „Wir arbeiten daran, dass diese Region zu einer Verweilregion wird. Die Leute kommen und beschließen, zu bleiben.“ Das geschehe nicht wegen Shopping-Malls, „sondern weil hier Theaterkultur auf Natur trifft. Das wird von den Zuschauern besonders wahrgenommen“, erklärte Schulze am Dienstag bei der Vorstellung des Programms in Kriebstein.

Das orientiert sich stark an dem, was das Publikum möchte. Bislang habe es laut Schulze viel Resonanz der Besucher gegeben, auf die das Mittelsächsische Theater mit der Seebühnen-Saison 2017 reagieren will. Zuerst mit einem neuen Kinder- und Familienstück: „Der kleine August“. Schauspieldirektorin Annett Wöhlert hat das Clownsmärchen von Pavel Kohout inszeniert, in dem es um den großen Traum des Clowns August geht, einmal die weißen Zirkus-Lipizzaner in die Manege zur großen Parade zu führen. Das Bühnenbild, ein bunter Zirkus, rückt näher ans Publikum heran. Die Kinder können in bestimmten Szenen sogar mitspielen. Wöhlert: „Das Stück ist ein Plädoyer für die kindliche Seele, Unschuld, Arglosigkeit und Naivität, für kindliche Träume, die so lange wie möglich bestehen sollten.“ Premiere ist am Sonnabend des Pfingstwochenendes.

Sowohl das Musical „Hello, Dolly!“ als auch Carl Zellers Operette „Der Vogelhändler“ kamen in den vergangenen Jahren sehr gut beim Publikum an. Ralf-Peter Schulze: „Wir hatten viele ausverkaufte Vorstellungen und immer wieder hörten wir, diese Stücke doch noch mal aufzuführen. Wir kommen dem Wunsch in diesem Jahr nach. Doch dann sind sie abgespielt. 2018 gibt es eine völlig neue Produktion.“ Das wird die Strauss-Operette „Eine Nacht in Venedig“ sein. „Es lädt in Kriebstein doch nichts so sehr ein, wie Venedig auf die Seebühne zu zaubern“, wagte der Intendant einen kleinen Ausblick.

In diesem Jahr bringt das Theater mit den genannten Werken insgesamt 23 Vorstellungen auf die Seebühne. Hinzu kommt noch „The Queen Symphony“ – ein großes Konzert der Mittelsächsischen Philharmonie und Chemnitzer Singakademie. Das Programm ist damit so umfangreich, wie noch nie. Intendant Schulze weist in diesem Zusammenhang auf die wachsende Freilicht-Bühnen-Konkurrenz in Sachsen hin, durch neue Spielorte wie beispielsweise den Küchwald-Park in Chemnitz.

Zu dumm wäre da, wenn ausgerechnet die Seebühnenbesucher wegen der aktuellen Kreisstraßenbaumaßnahme in Kriebstein nicht ans Ziel kämen beziehungsweise durch schlechte Ausschilderung ein Ankommen erschwert wird. „So wie es jetzt ist, ist es nicht gut genug“, sagte der Geschäftsführer des Mittelsächsischen Theaters, Hans Peter Ickrath. Vor allem für Ortsunkundige müsse es noch bessere Hinweise geben. Das sieht auch Landrat Matthias Damm (CDU) so: „Einen so bunten Strauß an Aufführungen hat es noch nie auf der Seebühne gegeben. Das dürfen wir nicht durch ein paar fehlende Verkehrszeichen kaputt machen.“

Programm-Details unter www.mittelsaechsisches-theater.de und www.kriebsteintalsperre.de

Von Olaf Büchel

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