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Döbeln Detektivarbeit nach Unwetterschäden
Region Döbeln Detektivarbeit nach Unwetterschäden
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23:54 14.07.2014
Vorsorglich lässt der Abwasserverband an der Ebersbacher Hauptstraße Rohre austauschen. Ursache der schweren Straßenschäden soll aber doch nicht ein schadhafter Kanal sein. Quelle: W. Sens

"Unsere erste Vermutung, dass ein schlecht verlegter Mischwasserkanal die Ursache war, zwischen dessen Rohrteilen das Wasser herausfließen und die Straßendecke unterspülen konnte, hat sich nicht bestätigt. Die in dem Bereich verlegten Kanalrohre waren noch gar nicht so alt und auch keinesfalls schlecht verlegt", sagte gestern Hans-Jürgen Gemkow, Geschäftsführer des Abwasserzweckverbandes Döbeln-Jahnatal, auf Nachfrage der DAZ. Gemkow vermutet, dass Wassermassen von den Feldern seitlich auf die Straße geschossen kamen und die Asphaltdecke so angehoben haben. Der Abwasserverband lässt dennoch an der Schadstelle vorsorglich einige Rohre austauschen.

Etwa 150 Meter unterhalb der Kreuzung der Ebersbacher Hauptstraße mit der B 169 hatte das Wasser die Straße gewaltig unterspült. Die Straße ist bis auf weiteres voll gesperrt. Der Ortsteil Ebersbach ist im Moment nur vom Unterdorf her über die Roßweiner Straße erreichbar.

"Die Stadt Döbeln und der Abwasserzweckverband forschen nun noch einmal detailliert nach der Ursache für den verheerenden Wasserschaden an der Straße", sagt Hans-Jürgen Gemkow. Erst wenn klar ist, wo das Wasser herkam, das die Straßendecke aufbrach, ist auch darüber zu befinden, wer für die Reparatur des Schadens aufkommen muss.

Geklärt sind in der Zwischenzeit die Probleme am Körnerplatz. Dort war nach schweren Regengüssen das Wasser auf der Straße stehen geblieben. Zudem war im Gebäude der Spielothek am Körnerplatz zweimal der Keller geflutet worden. Weil erst im vergangenen Jahr in dem Bereich ein riesiges unterirdisches Rückhaltebecken unmittelbar vor der Niederbrücke eingebaut worden war, prüfte der Abwasserverband gemeinsam mit der Stadt und der OEWA, ob bei dem Bau alles so funktionierte, wie geplant.

"Das Abschlagsbauwerk und die neuen Kanäle funktionieren so wie vorgesehen. Sowohl alle Planungen und Berechnungen, als auch die Bauausführung waren in Ordnung", so Hans-Jürgen Gemkow. Das Überlaufbauwerk unter der Erde dient zum einen als Puffer und sorgt dafür, dass nur bei extremen Niederschlägen, wenn die Mischwasserkanäle zur Kläranlage entsprechend natürlich gespült wurden, weiteres Regenwasser zur Entlastung der Systeme direkt in die Mulde abgeschlagen wird.

Festgestellt wurden bei der Prüfung aber Betonreste in den Straßeneinläufen, die wahrscheinlich für ein langsameres Abfließen des Regenwasser gesorgt haben. Hierfür ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr zuständig und muss sich um die Reinigung kümmern. Der voll gelaufene Keller der Spielothek hat seine Ursache aber in einer noch fehlenden Rückschlagklappe. Mit Unterstützung der OEWA und einem Sanitärhandwerksbetrieb kümmert sich der Hausbesitzer jetzt um Abhilfe. Über die Notwendigkeit solcher Rückschlagsysteme in den hauseigenen Abwasserrohren hatte die OEWA schon vor den Baumaßnahmen die Anlieger immer wieder informiert.

Thomas Sparrer

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