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Döbeln Deutsche Verbraucher lässt europäische Schuldenkrise kalt
Region Döbeln Deutsche Verbraucher lässt europäische Schuldenkrise kalt
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01:00 17.11.2011

Obgleich die anhaltenden Diskussionen über die Schuldenkrise und die drohende Insolvenz Griechenlands beim Bürger für Verunsicherung gesorgt hätten, sei dieser mit Blick auf seine persönliche Lage durchaus positiv gestimmt.

Eine Einschätzung, die Steffen Matthes, Inhaber des Unterhaltungselektronik-Fachgeschäftes EP-Schmalfuß in Döbeln, bestätigen kann. "Wir haben beim Kaufverhalten unserer Kunden keine Veränderung festgestellt. Vielmehr hat das bevorstehende Ende der analogen Satellitentechnik für zusätzliche Nachfrage gesorgt", so der Döbelner Einzelhändler, der zudem bezweifelt, dass Krisen dieser Art zwangsläufig eine Dämpfung des Konsumverhaltens nach sich ziehen müssen. "Insbesondere wenn wie in der aktuellen Krise eine mögliche Entwertung der Vermögen eine gewisse Rolle spielt, sind die Leute eher geneigt, Anschaffungen zu tätigen." Auch Elektro-Groß- und Einzelhändlerin Ina Starke von der Döbelner Palko GmbH hat in den vergangenen Monaten keine Veränderung im Kaufverhalten festgestellt. "Eher waren die Kunden einen Tick interessierter an Investitionen in neue Technik, was in erster Linie damit zu tun hat, dass das Thema Energiekostenreduzierung nach wie vor aktuell ist." Die Ergebnisse der Nürnberger Marktforscher werden zudem von Neue Tischkultur-Inhaber Rico Kretschel bestätigt. "Im normalen Ladengeschäft sind die Umsätze konstant geblieben, im Onlinehandel sogar gestiegen", so der Porzellan-, Glas- und Besteckhändler. "Eine Veränderung ist allerdings insofern spürbar, als die Kunden zunehmend Wert auf Qualität legen." Keinen Einfluss hat die europäische Schuldenkrise bislang auch auf die Geschäfte der Waldheimer Herrenmodehändlerin Hannelore Schurig gehabt. "Das Textilgeschäft hängt viel mehr von Wetter- als von politischen Faktoren ab. Denn der Kunde kauft unabhängig davon, welches Land gerade ein Schuldenproblem hat, einen Mantel dann, wenn ihm kalt wird. Und insofern wirkt sich für uns Textilhändler momentan der milde Herbst wesentlich nachteiliger auf das Geschäft als die Diskussionen um Griechenland aus." Hingegen spricht Andrea Hilse von der Möbelhaus Hartha GmbH von einer sehr verhaltenen Kundennachfrage in den vergangenen Monaten. Um postwendend zu relativieren, dass das Möbelgeschäft traditionell ein saisonal auf das Frühjahr und das Jahresende ausgerichtetes sei. "Dennoch würde ich sagen, dass die Schuldenkrise in diesem Jahr noch für zusätzliche Verunsicherung gesorgt hat, wenngleich auch andere Faktoren wie die Furcht vor einem Preisanstieg bei den Energiekosten eine Rolle gespielt haben mag." Roger Dietze

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