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Döbeln Diakonie baut für neue Betreuungsgruppe in Hartha
Region Döbeln Diakonie baut für neue Betreuungsgruppe in Hartha
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17:02 15.02.2016
In Hartha will die Diakonie ein 18-köpfige Betreuungsgruppe schaffen. Quelle: Sven Bartsch
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Hartha

Die Diakonie Döbeln erweitert die in Hartha sitzende Außenstelle der Roßweiner Werkstätten und kauft dazu das direkt neben dem Gelände liegende, bisher noch unbesetzte Flurstück im Gewerbegebiet West. Den Weg dafür ebneten die Harthaer Stadträte, die sich in der vergangenen Sitzungsrunde einstimmig für den Verkauf aussprachen.

Die von Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos), der vor der Abstimmung den bereits im Verwaltungsausschuss vorberatenen Sachverhalt noch einmal zusammenfasste, getroffene Aussage, dass die Organisation zudem 18 neue Arbeitsplätze in Hartha schaffen wolle, stellt sich als Missverständnis heraus. „Es soll eine neue Betreuungsgruppe mit 18 Plätzen geschaffen werden“, stellt Diakonie-Geschäftsführer Thomas Richter auf Nachfrage der Döbelner Allgemeinen Zeitung klar. Dass dafür innerhalb der nächsten drei Jahre auch Bedarf besteht, ergaben Ermittlungen des Landratsamts sowie des kommunalen Sozialverbandes. Dazu kommt, dass die eigentlich elf Plätze umfassende Gruppe in Roßwein bereits mit einer zwölften Person überbelegt ist. Zudem ist die werkstattnahe Anbindung für die Arbeit mit den Behinderten von Vorteil.

Für die neue Gruppe soll nun in Hartha mit dem zusätzlichen Platz angebaut und Freiflächen zur Erholung in den Pausen geschaffen werden. Für die genaue Ausgestaltung laufen jetzt die Planungsarbeiten an. Außerdem bereitet die Diakonie die entsprechenden Anträge an die Sächsische Aufbaubank vor, damit die passenden Fördermittel nach Hartha fließen können.

Die Diakonie hat sich vor knapp 17 Jahren in der Froschstadt niedergelassen und am 10. Mai 1999 nicht nur den Grundstein für einen weiteren Standort der Roßweiner Werkstätten, sondern auch für zusätzliche speziell auf Behinderte ausgelegte Arbeitsangebote in der Region gelegt. Damals investierte das Diakonische Werk rund sechs Millionen Mark in die Einrichtung. Mehrere Produktionshallen, behindertengerechte Sport- und Ruheräume sowie Speise und Sozialräume entstanden so im Gewerbegebiet. Heute gibt die Einrichtung in Hartha über 90 behinderten Menschen die Möglichkeit, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Möglich ist das im Bereich der Industriemontage, Holzverarbeitung und Holzbearbeitung sowie Metallverarbeitung.

Von André Pitz

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