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Döbeln Diakonie wäscht bald im Gewerbegebiet Roßwein
Region Döbeln Diakonie wäscht bald im Gewerbegebiet Roßwein
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18:34 09.12.2016
Quelle: Sven Bartsch
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Rosswein

Im Roßweiner Gewerbegebiet „Goldene Höhe“ gibt es neben Omnitex bald einen zweiten Wäschereibetrieb. Das Diakonische Werk im Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz lässt die ehemalige Schlosserei Wehner umbauen und erweitern. Im nächsten Jahr soll die Diakonie-Wäscherei von den Werkstätten an der Stadtbadstraße dorthin umziehen.

Einen entsprechenden Bauantrag der Diakonie hat der Technische Ausschuss der Stadt Roßwein in seiner jüngsten Sitzung befürwortet. Das Betriebsgebäude der einstigen Schlosserei Wehner befindet sich an der Ostseite des Gewerbegebietes an der Schlosserstraße 5. Es entstand in den 1990er Jahren. Die Diakonie kaufte das Objekt vom Unternehmen Hitachi, das es zuletzt als Lager nutzte.

Geplant ist die Umnutzung der Räumlichkeiten zu einer Wäscherei, um für zwölf behinderte Menschen der Roßweiner Werkstätten einen Arbeitsplatz schaffen. Die vorhandene Werkhalle soll dafür um einen knapp 83 Quadratmeter großen Anbau für Schmutzwäsche und um einen knapp 30 Quadratmeter großen Sozialanbau erweitert werden.

„Mit unserer vorhandenen Wäscherei im Werkstattgebäude an der Stadtbadstraße in Roßwein sind wir an die Kapazitätsgrenzen gelangt, deshalb das neue Objekt und der geplante Umzug“, erklärt Werkstattleiterin Anne Möbius. „Wir waschen derzeit etwa eine Tonne Wäsche pro Woche. Das ist an diesem Standort durchaus eine Herausforderung“, ergänzt Gruppenleiterin Angela Werner. Der Umzug und der Betriebsstart im Gewerbegebiet ist noch im ersten Halbjahr des kommenden Jahres geplant.

Die Werkstattwäscherei läuft gut. Sowohl was die Aufträge betrifft, die zu einem Großteil von Diakonie-Einrichtungen kommen, als auch die Nachfrage der betreuten Mitarbeiter. „Das Interesse unserer Mitarbeiter an einer Tätigkeit in der Wäscherei wächst. Nicht allen liegt die Arbeit in der Industrie- oder Elektromontage“, sagt Möbius. Andere Bereiche der Werkstätten, wie die Tischlerei oder eben die Wäscherei sind da willkommene Alternativen. Das bestätigt der betreute Mitarbeiter Philipp Schwalbe, der unter anderem an der Wäschemangel tätig ist: „Die Arbeit macht Spaß und ist nicht so eintönig. Ich mangle hier die Wäsche, lege sie dann zusammen und sortiere sie ein.“

Mit dem geplanten Umzug, der mit einer deutlichen Erweiterung verbunden sein wird, soll sich einiges verbessern. Waschmaschinen und Mangel befinden sich dann auf einer Ebene. Das ist jetzt nicht der Fall. Neben Barrierefreiheit wird auch eine Steigerung der Energieeffizienz möglich sein. Die Platzverhältnisse und Sozialbedingungen verbessern sich. Die Mitarbeiterzahl kann von derzeit fünf auf zwölf anwachsen. Anne Möbius: „Wir können dann auch einen größeren und anderen Kundenkreis bedienen, zum Beispiel aus dem Gastronomiebereich.“

Von Olaf Büchel

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