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Dialyse in Döbeln: In 20 Jahren 300.000 Blutwäschen

Grimmaische Straße Dialyse in Döbeln: In 20 Jahren 300.000 Blutwäschen

Die Nieren mancher Menschen funktionieren nicht mehr richtig oder gar nicht mehr. Früher wären sie gestorben. Die künstliche Blutwäsche gibt es seit den 1920er Jahren. In Döbeln haben sich die Ärtzte Dr. Noureddin Ibrahim und Dr. Hermann Schulz auf die Dialyse spezialisiert und betreiben seit 20 Jahren ein Zentrum dafür.

Dr. Hermann Schulz und Dr. Noureddin Ibrahim (v.l.). sind stolz auf ihr Team des Dialysezentrums Döbeln und der zugehörigen internistischen/nephrologischen Arztpraxis.

Quelle: Mario Orsós

Döbeln. Knapp 300.000 Dialysebehandlungen und 24.000 behandelte, verschiedene Patienten in der zugehörigen Facharztpraxis – das ist die Bilanz des Dialysezentrums Döbeln in den zwei Jahrzehnten seines Bestehens. Auf den Tag genau am Sonntag vor 20 Jahren eröffnete die Einrichtung an der Grimmaischen Straße in Döbeln. Das wurde mit Mitarbeitern und Gästen am Sonntagvormittag im Döbelner Theater gefeiert. Tom Pauls und das Freddy Ommitzsch Studio Ensemble sorgten für die Unterhaltung.

Die beiden Gründer und Betreiber. Dr. Noureddin Ibrahim und Dr. Hermann Schulz nutzten zuvor die Gelegenheit, einmal ausgiebig Danke zu sagen. „Es ist uns ein Bedürfnis, die Arbeit unserer ärztlichen Kollegin Grit Hennicke, unserer Mitarbeiter und Kooperationspartner besonders wertzuschätzen“, so die beiden Betreiber. Die tollen Zahlen seien in erster Linie eine Leistung des Teams.

600.000 Taxi- oder Krankentransportfahrten

Zu dem gehören 38 Arzthelferinnen, Schwestern, Servicemitarbeiter und Techniker sowie die Internistin Grit Hennicke. Doch hinter 300.000 Dialysebehandlungen stecken auch etwa 600.000 Taxi- oder Krankentransportfahrten. Hinter den oft schwer pflegebedürftigen Patienten stehen zudem Kliniken, Hausärzte, Pflegedienste und Apotheken. Der Internist und Nierenspezialist Dr. Noureddin Ibrahim und Internist Dr. Hermann Schulz gründeten das Dialysezentrum 1996. Der gebürtige Syrer hatte in Halle Medizin studiert, absolvierte am Krankenhaus Freital und an der Universitätsklinik in Dresden seine Facharztausbildung. An der Uniklinik wurde er Oberarzt und war als Nierenspezialist tätig.

Hier begegnete er Hermann Schulz, der sich nach dem Medizinstudium an der Charité und der Uniklinik Dresden in seiner Facharztausbildung der Intensivmedizin und der Kardiologie widmete. Er war gerade in der nephrologischen Abteilung und in der Dialyse tätig, als Noureddin Ibrahim ihn fragte, ob er mit ihm in Döbeln ein Dialysezentrum aufbauen möchte. Die Villa in der Grimmaischen Straße wurde ausgebaut. Personal wurde gesucht, eingestellt und ausgebildet. Parallel arbeiteten beide in der Klinik und Hermann Schulz bereitete sich auf die Facharztprüfung vor.

Erweiterungsbau ging 2004 in Betrieb

Mit zwölf Behandlungsplätzen und vier Patienten wurde am 10. April 1996 eröffnet. Die Plätze reichten schon bald nicht mehr aus. Dialysepatienten aus der Region brauchten fortan nicht mehr nach Bad Düben, Leipzig, Dresden oder Chemnitz zu fahren. 1997/98 wurde die Kapazität schon auf 23 Plätze ausgebaut. Im Schichtbetrieb, 90 Stunden pro Woche, wurden die Dialysepatienten behandelt. Auch die beiden Ärzte stießen dabei an ihre Grenzen. So wurde das Team um die Internistin Grit Hennicke verstärkt, ein Erweiterungsbau geplant und 2004 in Betrieb genommen. Seitdem stehen 38 Dialyseplätze zur Verfügung.

Etwa 120 Patienten kommen drei Mal pro Woche für jeweils 4,5 bis fünf Stunden zur Blutwäsche an die künstlichen Nieren. Die Schwestern arbeiten im Zwei-Schicht-Betrieb, montags, mittwochs und freitags, von 6 bis 24 Uhr, dienstags, donnerstags und samstags von 6 bis 13 Uhr. Parallel versuchen die drei Mediziner in ihrer nephrologischen Arztpraxis Dialyse zu verhindern. Bei 50 Prozent der Dialysepatienten sind Bluthochdruck und diabetische Erkrankungen Ursache für das Nierenversagen. Dagegen kann jeder mit seiner Lebensweise selbst etwas tun.

Von Thomas Sparrer

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