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Döbeln Die Aura der Dampfmaschine in Roßwein
Region Döbeln Die Aura der Dampfmaschine in Roßwein
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19:33 25.02.2018
Ohne Öl läuft auch bei der Dampfmaschine nichts. Deshalb sorgt Vereinsmitglied Falk Pretzschmar für die richtige Schmierung. Quelle: Gerhard Dörner
Rosswein

Seit Anfang der Woche wurden im Roßweiner Maschinenhaus sowohl Räumlichkeiten als auch die große Tandem-Verbundmaschine des hannoverschen Unternehmens Hanomag geheizt. Nach einem Probelauf am Donnerstag stand fest: alles bereit für das 7. Maschinenhausfest des Roßweiner Dampfmaschinenvereins. Zahlreiche Besucher nutzten am Wochenende die Gelegenheit, um in der Stadtbadstraße die alte und liebevoll restaurierte Technik unter die Lupe zu nehmen. „Wir freuen uns, dass trotz der Kälte so ein großes Interesse besteht und sich so viele Technikinteressierte für unsere Anlagen begeistern“, sagte der Vereinsvorsitzende Dieter Kranz am Sonnabend. „Einige Gäste besuchen uns sogar jedes Jahr.“

Engagement des Vereins beeindruckt

Auf den Dampfmaschinengeschmack gekommen ist auch Robert Schwarze aus Radebeul, der zum zweiten Mal samt Familie zum Maschinenhausfest in Roßwein vorbeischaut: „Es ist einfach faszinierend und das wollte ich auch den Kindern zeigen. Es ist toll live zu sehen, wie so ein Industriedenkmal funktioniert und konstruiert ist.“ Das leidenschaftliche Engagement der Vereinsmitglieder sei beeindruckend.

Sach- und fachkundige Restauration

Die eigene Leidenschaft drückt Vereinschef Kranz am liebsten in Form eines selbst verfassten Verses aus: „Ehre dem, der Geniales hat geschaffen. Er schuf für uns das Schönste auf der Welt. Er hat die Dampfmaschine uns gegeben, deren Aura wir heute hier und jetzt erleben. Die Faszination des Laufes der Maschine, die uns begeistern wird und hat, ist eine Ehrerbietung an den Erfinder James Watt.“ Diese Einstellung teilen er und die Vereinsmitglieder. Diese kümmern sich „sach- und fachkundig“, wie Kranz immer wieder betont, um die alten Maschinen. Davon zeugt nicht zuletzt die 2010 nach behutsamer Restauration wieder in Betrieb genommene Tandem-Verbundmaschine mit ihrem riesigen Schwungrad. Das misst im Durchmesser mehr als drei Meter und erwies sich am Wochenende als imponierendes und mit einer eleganten Leichtigkeit drehendes Publikumsmagnet. Doch auch alte Baupläne, kleine Modelle und der befeuerte Dampfkessel zogen interessierte Blicke auf sich, während ein Raum weiter in der Schauwerkstatt die Lengenfelder Dampfmaschine noch auf ihren großen Einsatz wartete. Restauriert wurde die Maschine aus dem Erzgebirge von Vereinsmitglied Rainer Lantzsch. Mit Unterstützung des Ehrenmitglieds Thomas Partzsch wird derzeit der elektromotorische Antrieb angepeilt. „Unsere Zielvorstellung ist es, die Maschine bis Ende des Jahres mit Dampf betreiben zu können“, stellte Dieter Kranz vorsichtig in Aussicht.

Dampftage im Mai

Die nächste Gelegenheit, die Dampfmaschinenkolosse aus nächster Nähe zu unter die Lupe zu nehmen und alte Technik in Aktion zu erleben, besteht am 5. und 6. Mai. Dann organisiert der Verein zum mittlerweile siebten Mal die Roßweiner Dampftage.

Von André Pitz

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