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Die Botschaft des Tages: "Nehmt einander an"

Die Botschaft des Tages: "Nehmt einander an"

eststimmung pur hieß es Sonnabendvormittag auf dem Gelände der ehemaligen Textilwerke in Hartha. Besinnlich ging es am Abend in der Waldheimer Stadtkirche zu. Der Städtbund feierte 25 Jahre Einheit und Waldheim und Landsberg 25 Jahre Partnerschaft.

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Angezapft ist beim Einheitsfest des Städtebundes in Hartha: Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst schwingt den Holzhammer, Harthas Stadtchef Ronald Kunze hält das Glas. Die Amtskollegen schauen, ob das die Beiden auch richtig machen. Foto: Gerhard Dörner

Quelle: Gerhard Dörner

Hartha. Oktoberfeststimmung pur hieß es Sonnabendvormittag auf dem Gelände der ehemaligen Textilwerke in Hartha. Mit voll besetzten Biertischgarnituren und zünftigen Fassbieranstich wurden die Feierlichkeiten zu 25 Jahre Deutsche Einheit begangen. Vereine und Institutionen präsentierten sich. Ein buntes Kulturprogramm unter anderem mit der Small Town Big Band aus Döbeln und Tanzdarbietungen rundete das Geschehen auf der Bühne ab.

"Der heutige Tag ist ein wichtiger Anlass, sich zu treffen. Ich wünsche uns allen gute Gespräche und eine gute Zeit", eröffnete Harthas Bürgermeister Ronald Kunze die Veranstaltung. Aus der Partnerstadt Fröndenberg war Trude Gerling mit weiteren Besuchern angereist: "Ich bin heute hier der Überraschungsgast. Ich finde es toll, dass sich so viele Menschen die Zeit nehmen, bei diesem 'Hochzeitsjubiläum' dabei zu sein und mit einander zu feiern." Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth übernahm den Hauptpart der Festrede. Er lobte die Zusammenarbeit des Städtebundes zwischen Hartha, Leisnig und Waldheim: "Wir wollen für die Zukunft weiter erfolgreich wirken." Aus dem Festgottesdienst in der Harthaer Stadtkirche brachte er eine Botschaft mit: "Es ging um die Menschen im Zweiten Weltkrieg, um Vertreibung und Aufnahme. Es ging auch um die Flucht unserer Menschen vor 25 Jahren. Und so sind Menschen auch heute wieder Flüchtlinge mit bewegenden Schicksalen." Steffen Ernst, Bürgermeister aus Waldheim, betonte: "Für uns heißt dieser Tag auch 25 Jahre Städtepartnerschaft mit Landsberg. Wir wurden auf allen Ebenen unterstützt und freuen und über die große Delegation."

Daran anknüpfend rahmte Sonnabendnachmittag festliche Barockmusik in der Waldheimer Stadtkirche die Festveranstaltung anlässlich 25 Jahre Städtepartnerschaft mit Landsberg. Kantor René Michael Röder dirigierte das Barockorchester "Capella Daleminzia" sowie den Mädchenchor und Knabenchor der Singschule Waldheim und die Kantorei Waldheim. Das Orchester spielte drei Stücke aus Johann Sebastian Bachs Ouvertürensuite III, festliche Musik also, die einem dem Ereignis würdigen musikalischen Rahmen verliehen.

"Die Botschaft des Tages lautet nach wie vor: Nehmt einander an", sagte der Landsberger Oberbürgermeister Mathias Neuner. "In unserer Städtepartnerschaft wurde viel richtig gemacht, die gibt es nicht nur auf dem Papier." OB Neuner ist der dritte Landsberger Rathauschef, der die Partnerschaft mit dem sächsischen Waldheim pflegt. Genauso wie sein Waldheimer Amtskollege Steffen Ernst. "Für die neue Generation ist mittlerweile selbstverständlich, wovon die Eltern nur träumten", sagte Steffen Ernst über die deutsche Einheit, ohne die es wahrscheinlich keine Partnerschaft mit Landsberg gäbe. Er würdigte auch die Arbeit, die seine Amtsvorgänger Karl-Heinz Teichert und Steffen Blech in die Partnerschaft mit der bayerischen Stadt investierten.

All denen, die jetzt wieder nach einem starken Mann rufen und die Demokratie in Frage stellen, gab Steffen Ernst mit auf den Weg: "Wer so fragt, kennt keine Diktatur oder hat vergessen, wie es sich in der Diktatur gelebt hat." Mit Bachs Musik endete die Feier dann auch. Orchester und Chor ließen die Veranstaltung mit dem Chor "Lobet Gott in seinen Reichen" aus dem Himmelfahrtsoratorium ausklingen.

N. G. allner u. Dirk Wurzel

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