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Die Dudelsäcke pfeifen im Kloster: Schottenspiele locken tausende Gäste

Klosterbuch Die Dudelsäcke pfeifen im Kloster: Schottenspiele locken tausende Gäste

Schottische Bräuche, schottische Musik, schottischer Sport – beim 6. Festival „pipes and drums and more“ war wieder tüchtiges Remmidemmi im Leisniger Ortsteil. Zu „pipes and drums and more“ kamen am Wochenende über 4000 Besucher.

Die Schotten sind los in Klosterbuch: Zu „pipes and drums and more“ kamen am Wochenende über 4000 Besucher.

Quelle: Jörg Schreiber

Klosterbuch. Schottische Bräuche, schottische Musik, schottischer Sport – beim 6. Festival „pipes and drums and more“ war wieder tüchtiges Remmidemmi im Leisniger Ortsteil. Ein Remmidemmi, von dem auch die regionale Tourismuswirtschaft profitierte, hatten sich doch zahlreiche Musiker der Dudelsack- und Folk-Kapellen in Leisniger und Klosterbucher Pensionen einquartiert. So hatten zum Beispiel die Bandmitglieder „the voice of thistle“ (auf deutsch: Die Stimme der Distel, dem Zeichen Schottlands) im Fachwerkhof gegenüber ihrer Auftrittstätte einquartiert. Die vier spielten dann am Wochenende ihre schottisch-irische Folkmusik auf der Bühne im Klosterhof.

Das im Kloster mal wieder was los ist, zeigte sich einmal mehr an den vielen Autos, die im Ort standen, und an den vielen Menschen auf den Bürgersteigen, die ins Kloster strömten. Zu hören waren ganz unterschiedliche Dialekte. „Die Leute kommen aus Dresden, Freital, Leipzig, Frohburg und aus dem Erzgebirge. Ab 9.30 Uhr war Betrieb“, sagt Jörn Hänsel, Projektleiter beim Mittelsächsischen Kultursommer (Miskus), der „pipes and drums and more“ gemeinsam mit dem Förderverein Klosterbuch ausgerichtet hat. „Wir haben hier ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen, das hoffentlich noch viele Jahre so funktioniert“, sagt Jörn Hänsel, der bis Sonntagnachmittag von über 4000 Besuchern berichten kann, die auf das Festival-Gelände geströmt waren. Und manche zahlten nicht mal Eintritt. So wie Wallasch, die Mieze vom Fachwerkhof. Die Katze lief am Sonnabendabend wie selbstverständlich auf dem Bürgersteig neben vielen Menschenbeinen ins Kloster. Aber nicht wegen der Musik, sondern weil es den einen oder anderen Happen gab, wie ihr Frauchen Elsbeth Pohl-Roux erzählte. Andere Vierbeiner hatten ihren festen Platz im Festprogramm, wie etwa beim Schauschafhüten mit Border-Collie.

Der Andrang der Besucher hatte offenbar auch Auswirkungen auf die Getränkeversorgung. So beklagte sich ein Roßweiner scherzhaft bei Jörn Hänsel, dass er kein Guiness-Bier mehr haben bekommen können und dafür Kilkenny habe trinken müssen. Beide Biersorten sind zwar nicht schottisch, sondern irisch. Aber thematisch endete „pipes and drums and more“ nicht an der Grenze Schottlands zur Republik Irland.

Gänsehautatmosphäre der besonderen Art garantierte bereits die Eröffnung mit dem Einmarsch der traditionell gekleideten Pipe-Bands „Crest of Gordon“ aus Bremen und der „Dresden Pipes an Drums“. Wie Jörn Hänsel sagt, würde es auch völlig ausreichen, den ganzen Tag lang Dudelsackmusik zu spielen. Aber „pipes and drums and more“ ist vielfältiger. So wetteiferten die starken Männer in ganz unterschiedlichen und teilweise von weit hergereisten Teams in den Disziplinen der Highland-Games, warfen Baumstämme auf Weite und 40-Kilo-Gewichte auf Höhe. „Die Highland-Games Trebsen unterstützen uns dabei und sichern diese Spiele ab. Das könnten wir als Miskus alleine gar nicht leisten“, sagt Jörn Hänsel. Als „clan-chief of the day“ fungierte Uwe Schimmel und moderierte diese spektakuläre Veranstaltung auch, die etliche Neugierige aus sicherer Distanz beobachteten.

„Es war eine gute Entscheidung, pipes and drums and more aller zwei Jahre stattfinden zu lassen. Dadurch machen wir die Leute neugierig“, resümiert Miskus-Projekt-Leiter Jörn Hänsel. Die Menschentrauben an der Klosterkasse sowie die vielen Autos im Leisniger Ortsteil am vergangenen Wochenende geben ihm recht.

Von Dirk Wurzel

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