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Döbeln Die Entwürfe sind da: Hartha investiert in neuen Hortstandort
Region Döbeln Die Entwürfe sind da: Hartha investiert in neuen Hortstandort
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00:35 23.03.2018
Mehr Licht: Der wenig einladende Backsteinbau auf dem Schulhof bekommt große Fenster. Quelle: Foto: Manuel Niemann
Hartha

Kurze Wege für kurze Beine: Rund 80 Hortkinder könnten zukünftig im Pestalozzi-Schulgebäude aufgenommen werden. Bislang mussten sie in die Sonnenstraße, wo die Kindervereinigung Leipzig den Hort Sonnenschein betreibt. Dieser Standort kommt an seine Grenzen, der Jugendclub, der dieselben Räumlichkeiten nutzte, wurde aufgegeben.

Hartha brauchte mehr Hortplätze

„Es interessieren sich immer mehr junge Leute dafür, mit Kindern nach Hartha zu ziehen. Diesen Kindern wollen wir natürlich auch eine Betreuung zur Verfügung stellen“, sagt Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos). Die Stadt verzeichne zudem 22 Geburten mehr als im Vorjahr. Daher habe beim Umbau der Pestalozzischule, die bereits die Grund- und Oberschule beherbergt, nun der Brandschutz und vor allem Hort oberste Dringlichkeit.

Europaweite Asuschreibung kostete Zeit

Da die Kosten über der 5-Millionen-Euro-Grenze lagen, musste der Planungsauftrag europaweit ausgeschrieben werden. Das kostete Zeit. „Das Planungsbüro Reichenbach hat gewonnen und konsequent das umgesetzt, was von der Lehrerschaft eingebracht wurde. Eine tolle Arbeit“, bedankt sich Kunze für die Entwürfe, die der Stadt nun vorliegen.

6,5 Millionen Euro für gesamtes Bauvorhaben geplant

Geschätzte 6,5 Millionen Euro wird das gesamte Vorhaben kosten. Der Backsteinbau, der jetzt auf dem Schulhof noch wenig einlädt, wird für den Hort in das Schulgebäude integriert: Dessen kleine Fenster werden vergrößert, ebenso die im Souterrain des Schulgebäudes: „Damit in den Gang mehr Licht fällt“, verrät Kunze. Mit dem verbindenden Gang entsteht auch Raum: „Damit bekommen die Kinder optimale Bedingungen: Sie machen ihre Hausaufgaben: Der Ranzen kommt an seinen Fleck und kann, wenn’s nach Hause geht, mitgenommen werden“, verbildlicht Kunze, was entsteht.

Faltwand macht aus Essensraum eine Aula

Dazu gehört auch ein Essensraum für die Hortkinder. Eine Faltwand soll ihn vom Hausaufgabenraum abtrennen. Der Clou: „Wenn wir eine Veranstaltung haben, dann kann man die Trennwand aufmachen und hat dann einen schönen, großen Raum.“ Eine Aula mit einer geplanten Glasfassade, durch die auf den Hof geblickt werden kann.

Mehr Platz durch Doppelbelegungen

Während der Hort im Souterrain Platz findet, werden einige der Ganztagesangebote in die oberen Stockwerke wandern: In Räume, die übergreifend von den Schulen genutzt werden. Kunze habe es gefreut, dass sowohl Hortträger, als auch die Grund- und Oberschule im Vorfeld absprachen, was sich gemeinsam nutzen ließe. Für Barrierefreiheit sorgt zukünftig ein Aufzug, der außen angebaut wird. Lagerraum entsteht zusätzlich auf dem Hof durch drei Fertigteilgaragen gegenüber der Turnhalle. „Das fügt sich dort am besten ins Gelände ein.“

Hortausbau und Brandschutz sollen bis 2019 erfolgen

Gebaut wird während des Schulbetriebs und der Ferien. Optimal wäre es, so Kunze, bis nächstes Jahr, wenn die Schule wieder beginnt. Danach gehe es flügelweise in den oberen Stockwerken weiter.

Von Manuel Niemann

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