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Döbeln Die Königin der Instrumente ist leicht verstimmt
Region Döbeln Die Königin der Instrumente ist leicht verstimmt
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00:36 11.07.2015
Orgelbauer Hubertus Liebig (60) stellt die Orgelpfeifen nach. Mit seinem Kollegen stimmt er die romantische Eule-Orgel mit ihren 3600 Pfeifen und 60 Registern. Quelle: U. Reinwardt
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Sie schauen nach der Technik und hören, ob die Intonation der einzelnen Register stimmt.

So eine Durchsicht des edlen Instrumentes gibt es künftig aller zwei Jahre. Seit diesem Jahr hat die Orgelbaufirma Groß einen Wartungsvertrag mit der Kirchgemeinde abgeschlossen. Michael Seibt spielte gestern die Pfeifen in ausgewählten Registern an und lauschte, ob einzelne Pfeifen im Register zu laut oder zu leise klingen. Dann nahm Hubertus Liebig sein Werkzeug zur Hand. "An den Holzpfeifen gibt es einen Schieber, den man weiter öffnen oder schließen kann. Bei den kleineren Pfeifen aus Metall kommt Spezialwerkzeug zum Einsatz", so der Orgelbauer. Die größte Pfeife der Döbelner Eule-Orgel ist knapp fünf Meter lang. Die kleinste misst nur einen Zentimeter.

Register für Register wurde die Orgel gestern durchgespielt. Nach dem Intonieren der Pfeifen innerhalb der Register wird die Orgel heute noch von Michael Seibt komplett gestimmt.

Insgesamt drei Tage Arbeit haben die beiden Fachleute eingeplant. Hubertus Liebig hat aber den Auftrag in Döbeln auch gleich genutzt, um einmal nach den anderen Königinnen in der Region zu schauen. So etwa der Jehmlich-Orgel in der Ziegraer Kirche. Das gute Stück wurde im vergangenen Jahr aufwendig restauriert und von der Orgelbaufirma Groß auseinandergenommen. In der Waditzer Orgelbau-Werkstatt wurden alle Teile gereinigt und aufgearbeitet. Dann wurde die Orgel in der Ziegraer Kirche wieder detailgetreu eingebaut.

Auch an der Orgel der Technitzer Kirche hatte Hubertus Liebig vorgestern zu tun. Hier war ein so genannter Heuler zu reparieren. Es handelte sich um ein Ventil, das nicht mehr schloss. Heute muss er nach Riesa an der dortigen großen Kirchenorgel einen technischen Fehler beheben. Sein Kollege wird die romantische Döbelner Eule-Orgel bis heute Mittag fertig gestimmt haben. Dann kann Döbelns Kantor Markus Häntzschel endlich wieder auf die Orgelbank, um zu üben. Denn am Sonntag spielt er im Rahmen des Döbelner Orgelsommers auf der Eule-Orgel ein Orgelkonzert für Kinder. "Karneval der Tiere" nach Erich Kästners Buch ist dann ab 17 Uhr zu erleben. Am 18. Juli um 21 Uhr laden Kirchenmusikverein und Kirchgemeinde Döbeln zur Orgelnacht in die St. Nicolaikirche ein. Dabei singen und spielen mit Florian Mauersberger, Johann Weinberger, Marcus Steven und Markus Häntzschel gleich vier Kantoren. Am 23. August, um 17 Uhr, findet dann zum Abschluss des Döbelner Orgelsommers ein Konzert mit Orgelmusik für vier Hände mit dem Titel "Es war einmal in Amerika" statt. Hierbei spielen Markus und Pascal Kaufmann die historische Eule-Orgel.

http://www.kirchgemeinde-doebeln.de

Thomas Sparrer

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