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Die Neuen sollen es richten: Beitragserhöhung

Heimatverein Leisnig Die Neuen sollen es richten: Beitragserhöhung

Frank Geißler und Uwe Reichel gehören zum jüngst neu gewählten Vorstand des Geschichts- und Heimatvereins von Leisnig. Als zwei von acht Mitgliedern an der Vereinsspitze kommt nun Großes auf sie zu. Zum Beispiel ist es dem neuen Vorstand überlassen, eine Beitragserhöhung auf den Weg zu bringen. Die Vereinsfinanzen sind insgesamt neu zu überdenken.

Baumfreunde an der Vereinsspitze: Frank Geißler und Uwe Reichel gehören zum neuen Vorstand des Geschichs- und Heimatvereins.

Quelle: Sven Bartsch

Leisnig. Zur jüngsten Jahreshauptversammlung des Leisniger Geschichts– und Heimatvereins klangen nachdenkliche, mahnende, bisweilen unüberhörbar besorgte Töne an. „Es kommen neue Kosten“, sagt zum Beispiel Jürgen Müller. Er ließ sich in der vergangenen Woche wieder in den Vorstand wählen und übernahm dort die Aufgabe des Schatzmeisters. Dabei hatte sich Müller für die vergangene Wahlperiode bereits geordnet aus dem Vorstand verabschiedet, kehrte nun offiziell in das Gremium zurück.

Mit Blick auf die vom Leisniger Rat beschlossenen Gebühren, welche die Vereine nun für die genutzten Räume zahlen sollen, macht Müller auf etwas aufmerksam: Die Kosten für Strom oder das Telefonieren schlagen künftig also für den Verein zu Buche, dazu dann noch generell Kosten für die Nutzung vom Heimatvereins-Büro im Rathaus. Das musste bisher kein Vereinsvorstand oder Schatzmeister auf der Rechnung haben, denn all die Jahre kostete das nichts - ab jetzt aber schon.

Finanzpolster auf hoher Kante

Gabriele Thun, in der Arbeitsgruppe der Klosterführer mit aktiv und mit mindestens einem wachsamen Auge für die Vereinsfinanzen, sagt in der Jahreshauptversammlung: „Der Verein kann nicht immer nur von der hohen Kante leben.“ Nachdem das verstorbene Vereinsmitglied Siegfried Risse vor Jahren rund 10 000 Euro dem Verein hinterließ, scheint dieser von Geldsorgen weit entfernt.

Siegfried Bretsch, bis Donnerstag Vereinsvorsitzender, spricht allerdings von „totem Kapital“ in Form jeweils mehrerer Exemplare verschiedener, in den vergangenen Jahren veröffentlichten Leisniger Chroniken. Mit Stückpreisen zwischen 15 und 18 Euro dämmern die Bände ihrem Verkauf entgegen. Die Höhe des auf diese Weise festliegenden Kapitals beziffert Bretsch nicht näher. Der ehemalige Vereinsvorsitzende fordert jedoch die Mitglieder auf, selbst aktiv zu werden, damit noch weitere dieser Bücher verkauft werden und der Vereinskasse damit Geld zufließt.

Beitragserhöhung vorgeschlagen

Norbert Giersch sieht in der vom Rat beschlossenen Gebührensatzung eine Herausforderung für den Verein, doch jedenfalls sei sie gerecht. „Es wird schwerer für uns“, sagt er und regt an, den Jahresbeitrag für die Vereinsmitglieder anzuheben. Momentan beträgt der Beitrag 20 Euro pro Jahr. Giersch regt an, den Beitrag pro Mitglied auf 25 Euro pro Jahr anzuheben. Momentan hat der Verein 107 Mitglieder. So ließen sich die Einnahmen über den Vereinsbeitrag von rund 2000 Euro auf 2500 Euro jährlich anheben.

Ohne Einnahmen handlungsunfähig

Norbert Giersch, einst Vorstandsmitglied und gemeinsam mit Renate Simon mit Beginn von Siegfried Bretschs Amtszeit ausgeschieden, ist heute persönlich der Auffassung, ohne weitere Einnahmen sei der Geschichts- und Heimatverein nicht handlungsfähig. Heiner Stephan, der die Jahreshauptversammlung mit 31 Anwesenden Mitgliedern am Donnerstag im Stadtgut geleitet hatte, lässt es zu einer Diskussion dazu nicht kommen und kommentiert Gierschs Vorschlag mit den Worten: „Das muss nun die Aufgabe des neuen Vorstandes sein." Wie die DAZ bereits berichtete, steht ab jetzt Uwe Reichel an der Vorstandsspitze und damit ein Mitglied mit recht kurzer Vereinszugehörigkeit. Seit drei Jahren ist der Baumfreund Mitglied im Geschichts- und Heimatverein.

Von Steffi Robak

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