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Die Nummer 13 am Roßweiner Markt steht zum Verkauf

Sanierung und Belebung Die Nummer 13 am Roßweiner Markt steht zum Verkauf

Die Sicherung des Rheinischen Hofes in Roßwein ist abgeschlossen. Ein erster wichtiger Schritt, die untere Marktseite der Muldestadt auf Vordermann zu bringen. Nun steht die weitere Sanierung und Belebung des markanten Hauses an und die Frage, ob das heruntergekommene Nachbargebäude Markt 13 mit einbezogen werden kann.

Während sich die Fassade des Rheinischen Hofes (rechts) nun als „Markt tauglich“ erweist, trifft das auf das Gebäude links daneben noch nicht zu.

Quelle: Olaf Büchel

Rosswein. Die Sicherung des Rheinischen Hofes ist abgeschlossen. Ein erster wichtiger Schritt, die untere Marktseite der Muldestadt endlich richtig auf Vordermann zu bringen. Doch längst nicht der letzte. Nun steht die weitere Sanierung und Belebung des markanten Hauses im Stadtzentrum an und die Frage, ob das heruntergekommene Nachbargebäude Markt 13 mit einbezogen werden kann.

Über 180 000 Euro konnten über das Stadtumbauprogramm Ost in den Jahrzehnte lang vor sich hin dümpelnden Rheinischen Hof gesteckt werden. Es erfolgten unter anderem der Abriss von Anbauten auf der Hinterseite, die Beseitigung von Schädlingsbefall und die Sicherung von Fenstern und Decken. Den i-Punkt setzen zunächst ein neues Dach und ein von der Stadt finanzierter Fassadenanstrich. Doch wie nun weiter?

„Wir suchen händeringend nach einem Investor, der das Gebäude weiter entwickelt“, sagt Bürgermeister Veit Linder (parteilos). Sein Ziel ist, dass in dem ehemaligen Hotel im Erdgeschoss Geschäftsräume und in den Obergeschossen altergerechter Wohnungen entstehen. „Nach ersten Veröffentlichungen darüber gibt es schon positive Rückmeldungen. Ältere Bürger, die aus Roßwein weggezogen sind, haben angerufen und gesagt, dass sie zurückkommen würden, wenn für sie mitten im Stadtzentrum geeigneter Wohnraum entsteht“, fühlt sich Lindner bestärkt. Doch es fehlen noch die finanzkräftigen Investoren dafür. „Gespräche mit Interessenten haben wir schon einige geführt“, sagt der Bürgermeister. Doch es gibt noch keinen Durchbruch.

Das an den Rheinischen Hof östlich angrenzende Wohn- und Geschäftsgebäude Markt 13 spielt dabei keine unwesentliche Rolle. Man könne zwar beide Objekte auch losgelöst voneinander betrachten, so Lindner. Doch gerade für die Schaffung von altersgerechtem Wohnraum würde es in seinen Augen Sinn machen, die Gebäude zusammen weiterzuentwickeln.

Während die Stadt den Rheinischen Hof bereits im vergangenen Jahr von einer Erbengemeinschaft erworben hat, gehört das Haus Markt 13 noch dem Döbelner Immobilienunternehmer Wolfgang Müller. Dieser will verkaufen, wie ein am Gebäude aushängendes Exposé beweist. In diesem ist das Objekt als „sanierungsbedürftiges Wohn- und Geschäftshaus“ mit einer derzeit nicht vermieteten Nutzfläche von 440 Quadratmetern über drei Etagen beschrieben. „...ein grundhafter Komplettausbau ist nötig“, heißt es.

Den Kaufpreis hat Wolfgang Müller mit 50 000 Euro angesetzt. Auf die Frage, ob die Stadt auch dieses Gebäude erwerben wird, um die untere Marktseite weiter voranzubringen, reagiert Lindner vorsichtig. Er will den Stadtrat nicht unter Druck setzen. Doch offenbar soll sich der Rat nach der Sommerpause mit dem Thema befassen. Wechselt das Haus tatsächlich in den Besitz der Kommune, wäre es laut Bürgermeister möglich, wie den Rheinischen Hof auch die Nummer 13 mit Hilfe von Fördermitteln zunächst zu sichern. Auch ein Aufwerten der Außenhülle des Gebäudes sei dann denkbar. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung...

Von Olaf Büchel

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