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Döbeln Die Welt zu Gast: Harthaer Lehrerin sucht Gastfamilien
Region Döbeln Die Welt zu Gast: Harthaer Lehrerin sucht Gastfamilien
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00:39 19.04.2018
Meist die Schule auf Zeit für die Schüler im Austauschprogramm: Das Martin-Luther-Gymnasium in Hartha. Quelle: Manuel Niemann
Hartha

Inez Bardehle sucht ein Zuhause auf Zeit. Nicht für sich selbst, sondern für Schüler, die im Schüleraustausch im kommenden Schuljahr 2018/2019 nach Deutschland kommen.

Seit 2006 Vermittlerin vor Ort

Bardehle vermittelt und betreut seit 2006 Schüler und Gastfamilien in der Region für das Austauschprogramm von Give. Der Gemeinnützige Verein für Internationale Verständigung, der sich hinter diesem Kürzel verbirgt, ermöglicht es ausländischen Jugendlichen, die Sprache, Lebensweise sowie den Alltag in Deutschland kennenzulernen.

Beiderseitiger Einblick in andere Sprache und Kultur

„Die Gastfamilie muss keine großen Kosten fürchten, nur Verpflegung und ein Zimmer bereitstellen“, sagt sie. Im Umkehrschluss bekommt sie bei dem Austausch ein Familienmitglied, zu dem sich vielleicht eine lebenslange Freundschaft über die Ländergrenzen hinweg entwickelt. In jedem Fall bekommen die Familien auch einen Einblick in eine andere Sprache oder gar Kultur.

Fragen und Ablauf vorab geklärt

Lehrerin Inez Bardehle organisiert in Hartha den Schüleraustausch Quelle: Gerhard Dörner

Bardehle, die am Martin-Luther-Gymnasium
Englisch, Geschichte und Russisch unterrichtet, trifft sich zunächst mit interessierten Familien. Sie klärt im Gespräch Fragen und Probleme vorab. Die Familien sollen den Ablauf kennenlernen. Dazu füllen sie einen Fragebogen aus mit Interessen und Hobbys. Bardehle gewinnt so Anhaltspunkte, wer gut zusammenpassen könnte. Die Gastfamilien bekommen dann Austauschschüler vorgeschlagen.

Die Welt zu Gast in Hartha

Im kommenden Schuljahr können dies Schüler aus den USA, Kanada, Mexiko, Australien, Neuseeland, europäischen Ländern und Asien sein. Die Jugendlichen haben ein Alter zwischen 16 und 18 Jahren. Schön für einen Erfahrungsaustausch auch auf Augenhöhe sind Gastgeschwister, allerdings kein Muss.

Erfahrungsaustausch auch während des Aufenthalts

„Während des Schuljahres besuchen die Gastschüler eine deutsche Schule, meist das Gymnasium. Ich, als örtlicher Betreuer kümmere mich während des Aufenthaltes um die verschiedenen Anliegen und organisiere regelmäßige Treffen zwecks Kennenlernen und Erfahrungsaustausch“, erklärt Bardehle. Versichert sind die Jugendlichen in der Zeit des Aufenthalts über den Verein Give. Ein Taschengeld bekommen sie von ihren richtigen Familien.

Wer sich als Gastfamilie bewerben möchte, findet Informationen unter www.give-highschool.de oder kann sich telefonisch bei Inez Bardehle unter 0176/ 96335633 oder direkt beim Verein unter 06201/ 9592702 melden.

Von Manuel Niemann

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