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Döbeln Die fruchtbaren Ostrauer und Zschaitzer
Region Döbeln Die fruchtbaren Ostrauer und Zschaitzer
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00:46 22.04.2018
Einen neuen Spielplatz hat die Kita Kiebitz bereits – bald sie um 20 Plätze ausgebaut. Quelle: Thomas Sparrer (Archiv)
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Ostrau/Kiebitz/Zschaitz

Was vor zwei Jahren noch undenkbar war, wird 2018 Realität: Die Kindertagesstätten in Kiebitz und Zschaitz müssen erweitert werden, weil der Kinderzustrom unerwartet stark angewachsen ist. Vergangene Woche kam grünes Licht für die Fördermittel in Kiebitz, wo um 20 Plätze aufgestockt werden soll, um auch die Kita in Ostrau zu entlasten. Für Zschaitz, wo 14 neue Plätze entstehen, soll es Ende Mai soweit sein .

Doch woher kommen all die Kinder, die die kommunalen Einrichtungen an den Rand ihrer Kapazität bringen? „In letzter Zeit haben wir einige Hausverkäufe gehabt. Die demografische Entwicklung scheint bei uns zu stagnieren oder sich gar umzukehren“, sagt Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU).

Aus Dresden nach Ostrau

Seine Kita-Leiterin Petra Hüttner hat zwei Beobachtungen gemacht: Einerseits einen Zuzug aus dem auch weiter entfernten Umland. „Wir haben Familien aus Dresden, Eilenburg oder Dessau-Roßlau, die hierher gezogen sind“, sagt sie. „Dazu gibt es einige , die hierher zurückpendeln, auf dem elterlichen Grundstück oder ganz neu bauen.“ Eine Familie sei sogar in die ehemalige Kita in Delmschütz eingezogen.

Andererseits sind aber auch die ortsansässigen Ostrauer wieder bereit, größere Familien zu gründen. „Es ist erstaunlich, wie fruchtbar die Leute wieder sind“, sagt Petra Hüttner augenzwinkernd. „Wir beobachten sogar den Trend zu einem dritten Kind“, sagt sie. Noch sei das alles zu kompensieren. Kürzlich habe sie einer Familie aus Obersteina, die ein älteres Kind im Ostrauer Kindergarten hat, einen Krippenplatz nur noch in Kiebitz anbieten können. Ab April wechseln nun beide Kinder dorthin. Dadurch wurde der Kindergartenplatz in Ostrau für das Kind einer zugezogenen Leipzigerin frei.

Gute Lage in Zschaitz

Ähnlich sind die Bedingungen in Zschaitz. „Fruchtbar ist hier gar kein Ausdruck“, sagt Kita-Leiterin Ina Beier lachend. „Die Geburtenrate ist in der Gemeinde ganz stark gestiegen. Es gibt weniger Einzelkinder und mehr Zwei-Kind-Familien. Daher drängt der Ausbau. Die Kinder stehen in den Startlöchern“, sagt sie.

Zudem gebe es auch in die Gemeinde Zschaitz-Ottewig einige Zuzüge, allerdings nicht von soweit her, sondern eher aus der Döbelner Region. Dafür sei vor allem die gute Verkehrsanbindung von Zschaitz verantwortlich – gepaart mit dem dennoch dörflichen Ambiente.

Von Sebastian Fink

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