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Döbeln Diebischer Pfleger baut Unfall im Suff
Region Döbeln Diebischer Pfleger baut Unfall im Suff
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15:14 25.07.2018
Ein Geringswalder hatte betrunken einen Autounfall verursacht. Das Urteil des Amtsgerichtes Döbeln beschäftigte das Landgericht Chemnitz nun in zweiter Instanz. Quelle: dpa
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Geringswalde/Rochlitz

Keine Fahrerlaubnis, dafür aber ordentlich Alkohol im Blut. So war ein Geringswalder am 18. November 2017 mit seinem Golf in Rochlitz unterwegs. Gegen 16.10 Uhr geriet auf der Lindenallee auf die Gegenfahrbahn und stieß mit dem Fahrzeug der Geschädigten zusammen. Diese brach sich bei dem Unfall unter anderem die Rippen. Rund 13 000 Euro Sachschaden entstand bei dem Zusammenstoß. 1,66 Promille Alkohol hatte der Verursacher im Blut, stellten die Rechtsmediziner fest.

Urteil gefiel zunächst nicht

Der Unfall und seine Folgen beschäftigte Ende Mai Strafrichterin Christa Weik am Amtsgericht Döbeln. Sie verurteilte den 34-Jährigen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, fahrlässiger Körperverletzung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu sechs Monaten Haft mit Bewährung. Aber das Urteil gefiel ihm offenbar nicht. Der Mann legte Berufung ein. Die 7. Kleine Strafkammer des Landgerichtes Chemnitz sollte den Fall erneut verhandeln.

Schwarzes Schaf im Pflegedienst

Nicht zum ersten Mal hatte der Geringswalder Ende Mai 2018 die Richter am Amtsgericht Döbeln beschäftigt. „Das ist richtig übel, richtig mies. Da sollten Sie sich ernsthaft für schämen“, würdigte Richterin Karin Fahlberg im Januar 2015 die Straftaten, die den Geringswalder damals vor Gericht gebracht hatten: Er hatte als Mitarbeiter einer häuslichen Altenpflege Senioren beklaut. Immer verschwanden kleinere Beträge aus den Portemonnaies der Rentner. Der Mann leugnete die Diebstähle.

Alter Trick überführt Dieb

Eine Kollegin des Pflegedienstes stellte dem Dieb die älteste Falle der Welt, um Langfinger zu überführen. Man platziert mit Absicht eine Beute zu der Zeit in einem Raum, in der der mutmaßliche Dieb dort zugange ist. Die Frau legte bei einer bettlägerigen Rentnerin fünf Euro auf den Küchentisch. Die waren nach dem Pflegebesuch weg, jemand als anderes als der suspekte Pfleger hätte das Geld nicht wegnehmen können. Ein weiterer Patient des Pflegedienstes bediente sich des gleichen Tricks. So bestückte er die Geldbörse mit fünf Euro, die nach dem Duschen weg waren. Später wiederholte er den Überführungstrick mit zehn Euro. Die waren wieder weg, dafür lagen fünf Euro drin. Der Dieb hatte sich also selbst herausgegeben. Eine Geldstrafe von 100 Tagessätzen waren damals die strafrechtliche Quittung für den diebischen Pfleger.

Berufung zurück

Und nun sind es sechs Monate Haft auf Bewährung. Denn der Unfallverursacher hatte es sich offenbar anders überlegt mit seiner Berufung. „Die Berufung wurde von dem Angeklagten und von dem Verteidiger zurückgenommen“, teilt Rainer Huber, Präsident des Landgerichtes Chemnitz und dessen stellvertretender Pressesprecher, auf Nachfrage der DAZ mit. Das Döbelner Urteil wegen der verhängnisvollen Trunkenheitsfahrt ist somit rechtskräftig.

Von Dirk Wurzel

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