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Döbeln Döbeln: Aufgeschüttete Berge glätten die Gake
Region Döbeln Döbeln: Aufgeschüttete Berge glätten die Gake
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10:00 19.07.2018
Die neue B 175 in Döbeln läuft auf einem gigantischem Straßendamm entlang. Diesen schüttet die Baufirma gerade auf. Für die Unterquerung des Wirtschaftsweges müssen die Betonbauer eine Brücke betonieren, Die Schalung dafür steht teilweise auch schon. Wasser steht bereits in der Baugrube für die neue Trasse, an der ebenfalls gearbeitet wird. Ebenso an der neuen Straße nach Großsteinbach. Quelle: Sven Bartsch
Döbeln

Viereinhalb Millionen Wassereimer füllt das Material des Straßendamms der neuen B 175 in Döbeln. Aber mit Eimern lässt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) den gewaltigen Damm nicht aufschütten. Das Material kommt auf Lkw.

Schalung für Betonwand

Über 2000 Kipper dürften einmal gefahren sein, um die 45 000 Kubikmeter Material für den Damm aufzuschütten, auf dem die neue B 175 einmal entlang führen wird. An seiner höchsten Stelle ist rund 15 Meter hoch. Der Damm geht aber nicht durch, sondern ist im Bereich des Grabens durch die Gakendelle unterbrochen. „Hier steht der Bau der neu zu errichtenden Brücke über einen Wirtschaftsweg an, zur Zeit läuft der Schalungsbau für ein Widerlager“, sagt Isabel Siebert, Pressesprecherin des Lasuv. Eine solche Wand aus Holztafeln ist bereits gut zu sehen. Die Fundamente für die Wände sind bereits betoniert. Aus ihnen ragt die Anschlussbewehrung. Drei Meter breit wird dieser Wirtschaftsweg einmal sein und in den nördlichen Teil des Gewerbegebietes Döbeln Ost führen. Er zweigt aber auch Richtung Autobahn ab und verläuft als Sackgasse neben dem Straßendamm entlang.

Auch an der neuen Straße nach Großsteinbach wird fleißig gearbeitet. Quelle: Sven Bartsch

Aber nicht nur an der Hauptstrecke arbeiten die Mitarbeiter der Strabag gerade. So ist schon gut sichtbar, wie die Kreisstraße 7515 nach Großsteinbach künftig verlaufen soll. Nämlich etwa 15 Meter neben ihrer bisherigen Trasse. In Höhe Renz-Metallwaren holt sie den Bogen und kommt dann gegenüber der Richard-Köberlin-Straße bei ATU raus. Diese Kreuzung lässt das Lasuv planfrei ausbauen. Die Kreisstraße 7515 wird einmal die B 175 unterqueren. Andersrum wäre es aufwendiger. In diesem Bereich haben die Straßenbauer jede Menge Boden abgetragen. Dieses Material kommt wieder beim Dammbau zum Einsatz, der die Gakendelle beseitigt.

Kommentar: Bauverzug ist noch zu verschmerzen

Der Neubau der Bundesstraße 175 in Döbeln-Ost ist ein gigantisches Projekt. Das zeigt sich jetzt, wo sichtbar wird, wie die neue Straße einmal aussehen soll. Ein riesiger Damm wächst da gerade auf der grünen Wiese. Da stellt sich die Frage, ob es nicht auch billiger und mit weniger Aufwand möglich gewesen wäre, die Gakendelle zu entschärfen. Beispielsweise mit einer Brücke im bisherigen Trassenverlauf. Wahrscheinlich ja, aber das hätte das Problem der Y-Kreuzung am Chausseehaus nicht gelöst, die für Lkw äußerst unkomfortabel ist. Insofern ist die große Lösung die bessere Variante. Das Gewerbegebiet nördlich der alten und neuen B 175 bekommt eine ordentliche Anbindung. Verständlich ist aber auch, dass die Tankstellenbesitzer derzeit keine Loblieder auf den Straßenbau singen und jeden Verzug verfluchen. Zwei bis drei Monate sind jedoch angesichts der Größe des Vorhabens und der vielen Details, in denen oft der Teufel steckt, eigentlich locker zu verschmerzen. Dirk Wurzel

Im 3. Quartal lässt das Lasuv außerdem das Regenrückhaltebecken weiter ausbauen sowie ein weiteres innerorts bauen. Außerdem läuft der Kanalbau für die Vorflutung innerorts. „Die Fertigstellung des Gesamtprojektes ist im IV. Quartal 2019 geplant. Es gibt keine nennenswerten Verzögerungen im Gesamtprojekt“, sagt Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert. Verzögert hat sich die Freigabe des Straßenabschnittes zwischen dem Marktkauf-Kreisverkehr und der Chausseehauskreuzung. Dort war Ende September geplant, zwischenzeitlich hieß es Ende November. Jetzt heißt es: „Die B 175 im Bereich der Ortsdurchfahrt Döbeln zwischen Kreisverkehr und Chausseehaus soll für den Anliegerverkehr im IV. Quartal 2018 freigegeben werden“, so die Lasuv-Sprecherin. Dabei ist dieses Straßenstück für die Tankstellen Aral und Total wichtig, die derzeit nur über Umwege zu erreichen sind. Gründe für den Bauverzug sind notwendige Änderungen in der Planung. Das betraf einen Regenwasserkanal. Am Regenrückhaltebecken war der Grundwasserspiegel zu hoch und bedurfte einer Absenkung.

In der Baugrube für den tiefergelegten Teil der Straße steht das Wasser des letzten Regengusses. Quelle: Bartsch Bartsch

Seit zwei Jahren laufen nun schon die Bauarbeiten an der Gake. Diese begannen mit Abholzen. Dann war eine Weile Ruhe. Zunächst haben die Straßenbauer den Döbelner Ortsteil Oberranschütz neu angebunden, indem sie eine Straße vom Gewerbegebiet in den Ortsteil bauten. Vor einem Jahr war die neue Straße fertig. 633 Meter lang ist die Ausbaustrecke. Nötig war dabei auch der Neubau eines rechteckigen Durchlasses für den Bielebach. Die neue Straße nach Oberranschütz ist nun Teil einer „schwarzen“ Umleitung, auf der manche Autofahrer die Ampel umfahren, die zur Umleitung für den Abschnitt Marktkauf-Kreisel – Chausseehauskreuzung gehört. Die alte Zufahrt nach Oberranschütz wird Geschichte sein, wenn die neue B 175 einmal fertig ist. Laut Übersichtsplan des Lasuv wird sie auf Feldwegbreite zurückgebaut und an den Wirtschaftsweg angebunden, der derzeit noch die B 175 ist.

Insgesamt wird Döbelns größtes Straßenbauvorhaben rund 16,3 Millionen Euro kosten. In diese Summe teilen sich Bund, Landkreis, die Stadt und die Versorgungsträger, wobei der Bund natürlich den Löwenanteil stemmt.

Von Dirk Wurzel

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