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Döbeln: Aus strategischen Gründen Wasserwerke schließen

Döbeln: Aus strategischen Gründen Wasserwerke schließen

Vier Wasserwerke im Gebiet des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz waren durch die Flut im Juni ausgefallen oder wurden beschädigt. Auf rund 1,4 Millionen Euro summieren sich die Kosten, die für die Wiederherstellung oder für Ersatzmaßnahmen aufgebracht werden müssen.

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Das Wasserwerk Adamsstollen an der Straße zwischen Roßwein und Gleisberg war im Juni erneut von der Flut betroffen. Hier ein Foto von ersten Aufräumarbeiten im Umfeld der Anlage wenige Tage nach dem Hochwasser. Jetzt wurde entschieden, das Wasserwerk dauerhaft stillzulegen und die Versorgung aus anderen Bereichen abzusichern.

Quelle: Olaf Büchel

Region Döbeln. Dabei geht es nicht nur um das Beseitigen von Schäden, was zum Teil schon erfolgt ist, sondern auch darum, die Wasserversorgung sicherer vor möglichen künftigen Fluten zu machen. Genehmigt vom Freistaat ist in diesem Zusammenhang inzwischen ein Rückbau der Wasserwerke Adamsstolln (Roßwein) und Töpelwinkel, die zum wiederholten Male überflutet wurden. Darüber informierte jetzt der Geschäftsführer der Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft (DOWW), Hans-Jürgen Gemkow, in der Verbandsversammlung. Die von dort bezogenen Trinkwassermengen werden seit Juni über andere Wasserwerke bereitgestellt und so soll es auch in Zukunft sein. Die geplante Stilllegung beider Wasserwerke passt in die Konzeption des Wasserverbandes, die ohnehin eine Reduzierung der Wasserwerke im Verbandsgebiet vorsieht (DAZ berichtete gestern).

Auch das Paudritzscher Wasserwerk war nach 2002 erneut vom Hochwasser betroffen. Hier ist aber laut Gemkow eine Stilllegung aus strategischen Gründen nicht möglich. Schon seit Anfang Juli ist die Anlage wieder mit drei Brunnen am Netz, Mitte Juli folgte der vierte Brunnen. Die bereits erfolgte Schadensbeseitigung wurde durch die DOWW mittels Darlehn zwischenfinanziert. "Wir hoffen, dass wir das Geld vom Freistaat entsprechend unserer Schadensmeldung erstattet bekommen", so Gemkow. Das gelte auch für die Kosten der Ersatzmaßnahmen wie Rückbauten und ein entsprechendes Anpassen der Versorgung - also insgesamt für 1,4 Millionen Euro.

Im Wasserwerk Waldheim war nach Starkregen und Flut erstmalig Pflanzenschutzmittel im Grundwasser festgestellt worden, weshalb die Anlage Anfang August außer Betrieb genommen wurde. Gemkow: "Es ist unklar, wo genau die Belastung hergekommen ist. Pflanzenschutzmittel werden von verschiedenen landwirtschaftlichen Produktionsbetrieben eingesetzt." Die Wasserlieferung für Waldheim erfolgte zwischenzeitlich von der Jahna-Aue. Ende August konnte das Wasserwerk wieder ans Netz gehen. Genommene Proben ergaben, dass sich die Stoffe wieder verflüchtigt hatten.

Generell gab es nach dem Hochwasser verstärkte Kontrollen der Anlagen durch die Oewa. Auf Anordnung des Gesundheitsamtes sei das Trinkwasser vorsorglich etwas höher desinfiziert worden. Anders als 2002 sei aber laut Gemkow die Versorgung in den Überflutungsgebieten in Menge und Qualität gesichert gewesen.

Für den durch den Verbandsrat eingeräumten pauschalen Kostenerlass für Betroffene des Hochwassers - gilt für 10 000 Liter Trinkwasser - sind 435 Anträge eingegangen. Das ergibt Gutschriften von insgesamt etwa 6600 Euro, die der Wasserverband gewährt.

Olaf Büchel

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