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Döbeln: DSC-Leichtathleten holen bei Hallenlandesmeisterschaft in Chemnitz vier Titel

Döbeln: DSC-Leichtathleten holen bei Hallenlandesmeisterschaft in Chemnitz vier Titel

Das hat es bislang noch nie gegeben: Mit vier Landesmeistertiteln und je einer Silber- und Bronzemedaille sind Benjamin Bauer (15), Clemens Pigorsch (15) und Paul Dewitz vom Döbelner SC von den Hallen-Landesmeisterschaften in Chemnitz zurückgekehrt.

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Benjamin Bauer erkämpfte sich genauso wie Clemens Pigorsch zweimal Gold.

Chemnitz/Döbeln . Benjamin Bauer und Clemens Pigorsch erkämpften sich in jeweils zwei Disziplinen mit hervorragenden Ergebnissen die Goldmedaille, und werden nun auch am kommenden Sonnabend bei den Mitteldeutschen Hallenmeisterschaften in Erfurt Beachtung finden. Beide erhielten die Ernennungsurkunde als Landeskader Sachsen.

Benjamin Bauer qualifizierte sich im Vorlauf der 60 Meter Hürden mit 9,04 Sekunden für den Endlauf. Dort verbesserte er seine persönliche Bestzeit auf 8,87 Sekunden und erreichte den vierten Platz. Der zweite Wettkampftag brachte ihm seine Spezialdisziplinen. Gleich nach dem 60-Meter-Vorlauf (7,68 sec) musste er ohne Einstoßen zum Kugelstoßen. Der erste Versuch landete bei 13,95 Metern und gab Sicherheit. Nach persönlicher Bestweite von 14,69 Metern setzte er im vierten Versuch noch einen drauf. Bei diesem Stoß, bei dem Angleiten und Ausstoß komplett abliefen, verkündeten die Kampfrichter die Siegerweite von 15,05 Metern - das ist Landes-Jahreshallenbestleistung für Benjamin in der Altersklasse 15. Danach ging er gleich zum 60-Meter-Endlauf, bei dem er sich in 7,64 Sekunden die Silbermedaille holte. Seinen dritten Einsatz an diesem Tag hatte Benjamin im Weitsprung. Kein Gegner kam annähernd an seine Weite vom ersten Sprung mit 6,06 Metern heran und so gewann er überlegen sein zweites Gold.

Sportkamerad Clemens Pigorsch war im 60-Meter-Hürdenlauf nicht ganz so erfolgreich wie Benjamin. Im Vorlauf belegte er zwar den zweiten Platz (9,31 sec), aber diese Zeit reichte nicht für den Endlauf. Seinen großen Auftritt hatte Clemens im 800-Meter-Lauf, wo er gemeinsam mit Paul Dewitz den Döbelner SC gegen zehn Konkurrenten vertrat. Wie immer setzten sich beide an die Spitze des Feldes und liefen ein überlegenes Rennen. Im Endspurt sicherte sich Clemens in persönlicher und Sachsen-Jahresbestzeit von 2:09,01 Minuten die Goldmedaille. Paul wurde noch überspurtet, gewann aber mit 2:11,79 Minuten Bronze. Am Sonntag hatte Clemens Pigorsch noch den 300-Meter-Lauf zu bewältigen. Vorher startete er noch über 60 Meter und lief mit 7,88 Sekunden in den B-Endlauf, den er mit 7,89 Sekunden auf Platz vier beendete. Für die 300-Meter-Läufe war er damit gerüstet. Im zweiten Zeitlauf ließ Clemens von Anfang an keinen Zweifel an seinem Siegeswillen. In einer hervorragenden Zeit von 38,53 Sekunden - seine Bestzeit vom Vorjahr war 39,04 Sekunden - gewann er mit 0,5 Sekunden Vorsprung auch sein zweites Gold. Paul Dewitz startete etwas gehandicapt über 3000 Meter und wurde am Ende knapp geschlagen Vierter.

Auch in der Seniorenaltersklasse gab es bei der Winterwurfmeisterschaften Medaillen für Vertreter aus den Döbelner Vereinen.

In der AK M 55 startete Bernd Müller vom Döbelner SC im Kugelstoß und begann seinen Wettkampftag mit dem Gewinn der Bronzemedaille mit 10,16 Metern. Der Diskuswurf - hier kam er auf gute 32,79 Meter - und der Speerwurf mit 31,14 Metern brachten ihm jeweils Silber ein.

Sein Sohn Thomas Müller war außer Wertung in der Altersklasse M30 am Start. Er verbesserte seine Kugelstoßleistung der Vorwoche auf 14,57 Meter und im Diskuswurf kam er auf 46,35 Meter. Klaus Engemann von ESV Lok Döbeln (M70) gewann im Speerwurf mit 23,45 Metern Bronze und belegte im Kugelstoß Platz fünf mit 8,54 Metern.

Thomas Partzsch holt sechs Landesmeistertitel

In acht Disziplinen ging DSV-Senior Thomas Partzsch (AK65) bei den Hallenlandesmeisterschaften an den Start und erkämpfte dabei sechsmal Gold. Zweimal reichte es zum Vizemeistertitel. Wolfgang Roßdeutscher (AK65), ebenfalls vom DSV, erkämpfte jeweils einmal Gold, Silber und Bronze sowie einen vierten Platz.

Auf den 60 Metern siegte Partzsch souverän in 8,77 Sekunden, während Roßdeutscher in 9,23 Sekunden Zweiter wurde. Anders verhielt es sich im Weitsprung, den Roßdeutscher mit 4,54 Metern vor Partzsch (4,42 m) für sich entschied. Im anschließenden 800-Meter-Lauf hatte Partzsch einen neuen Landesrekord in seiner Altersklasse aufstellen wollen. Vom Start weg setzte er sich an die Spitze des Feldes und siegte in sehr guten 2:33,53 Minuten, wobei er den Rekord um zwei Sekunden verfehlte. Den Hochsprung musste Partzsch verletzungsbedingt bei 1,30 Meter aufgeben, wurde aber dennoch Zweiter. Seinen dritten Landesmeistertitel holte er sich anschließend über 200 Meter (23,42 sec), während Wolfgang Roßdeutscher im Speerwurf mit 28,27 Metern Platz drei holte und im Hochsprung mit 1,20 Metern Vierter wurde. In beiden Disziplinen hatte er wenig Trainingsmöglichkeiten.

Am zweiten Wettkampftag meisterte Thomas Partzsch beim Stabhochsprung eine Höhe von 2,20 Metern und wurde damit auch in dieser Disziplin Landesmeister der AK65. Genauso verhielt es sich schließlich auch über 60 Meter Hürden. In sehr guten 11,1 Sekunden holte Partzsch Gold. Doch der DSV-Senior wollte mehr. Auf den 400 Metern sollte es endlich klappen mit dem Landesrekord. Angefeuert von Zuschauern und Wettkämpfern lief der Döbelner die beiden Stadionrunden zum Sieg - in 63,93 Sekunden, womit er auch den Landesrekord in der Tasche hatte.

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