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Döbeln Döbeln: Diebe klauen Bronzereliefs im Wert von 10000 Euro
Region Döbeln Döbeln: Diebe klauen Bronzereliefs im Wert von 10000 Euro
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22:53 31.01.2012
An dieser Mauer hingen bis vergangene Woche die sechs Bronzereliefs mit Tiermotiven, welche 1988 bei der Pegauer Firma Ulrich Wackernagel herstellt wurden. Die sechs Kunstwerke mit einem geschätzten Wert von 10 000 Euro wurden mit roher Gewalt aus dem Mauerwerk gerissen, was nicht auf Kunst- sondern auf Buntmetalldiebe hindeutet. Quelle: Th. Sparrer

Unbekannte Buntmetalldiebe haben nämlich schon Ende vergangener Woche am Wanderweg unterhalb des Wappenhenschstiftes an der Mulde inmitten der Stadt sechs Bronzetafeln aus ihren Verankerungen gerissen. Die sechs 35 mal 35 Zentimeter großen Bronzetafeln zeigten Tiermotive, wie eine Schlange, einen Frosch, einen Vogel, eine Schnecke und eine Maus. Die Tafeln waren 1987 von der Stadt Döbeln bei einem Pegauer Künstler in Auftrag gegeben und 1988 geliefert worden. Sie waren ursprünglich für einen Brunnen gedacht, der Am Holländer in Döbeln-Nord aufgestellt werden sollte. Nach der Wende wurde daraus nichts. Die Stadt ließ die Bronzereliefs im November 2004 unterhalb der Wohnanlage Wappenhenschstift unweit der von der Oberbrücke auf den Wanderweg führenden Treppen an der Natursteinmauer anbringen.

Hier bemerkten Passanten Ende vergangener Woche, dass nur noch einige Stümpfe der Halterungen aus dem Mauerwerk schauen. Sie informierten die Stadt. Die hat Anzeige erstattet, denn die sechs Bronzetafeln haben einen geschätzten Wert von 10 000 Euro. "Wir bitten die Bürger um Hinweise, sollten die auffälligen Tafeln irgendwo auftauchen", sagt Ordnungsamtsleiter Jürgen Müller. Überhaupt ruft er in Abstimmung mit der Polizei die Bürger der Stadt zu besonderer Aufmerksamkeit und Mithilfe auf.

Bei den jüngsten Straftaten vom Wochenende, wo im City-Kaufhaus Tabakwaren, Alkohol und Kleidung geklaut wurden, und bei dem versuchten Einbruch im Lottoladen in der Sattelstraße ist es nach den Vermutungen der Polizei in erster Linie um Zigaretten und Alkohol für den eigenen Bedarf gegangen. Ebenso liege die Sachlage bei den gehäuft auftretenden Kellereinbrüchen. "Das sind keine Profis. Und hier geht es auch nicht um Waren, die bei einem Hehler landen. Das sind keine organisierten Kriminellen sondern Ganoven aus der heimischen Szene, die für ihren eigenen Bedarf klauen", meint Jürgen Müller. Deshalb sei es gerade wichtig, dass die Bürger die Polizei unter 110 anrufen, wenn sie es scheppern hören. Und dass sie hinschauen. "Es geht nicht darum, die Ganoven aufzuhalten. Niemand sollte den Helden spielen. Doch eine Täterbeschreibung, die Beschreibung der Kleidung hilft der Polizei schon viel weiter. Auch wenn es darum geht, einem Verdächtigen die Tat nachzuweisen. Wer es nachts scheppern hört, sollte doch zumindest am Fenster gucken und der Polizei seine Beobachtungen mitteilen."

❏ In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag brachen unbekannte Täter mit brachialer Gewalt in der Bäckerstraße die Eingangstür zum City-Kaufhaus auf. Sie stahlen Alkohol, Zigaretten und Kleidung.

❏ In der gleichen Nacht versuchten Ganoven in der Sattelstraße im Lottoladen mit einem Schuhabstreicher aus Metall die Schaufensterscheibe einzuschlagen. Ein solches Tatwerkzeug wurde auch bei einem versuchten Einbruch im Asia-Bistro an der Oberbrücke verwendet.

Thomas Sparrer

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