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Döbeln: Dreck, Müll und eine schwimmende Tür

Döbeln: Dreck, Müll und eine schwimmende Tür

Die Kletterwand und die Mountainbikestrecke als Grillplatz und Müllkippe missbraucht. Die Toilettenanlage schwer demoliert. "Was geht bloß in den Köpfen einiger Döbelner vor, die sich im Freizeitpark auf den Klosterwiesen so daneben benehmen.

Döbeln.

 

 

 

 

"Seit es wieder warm geworden ist, wird die Kletteranlage zu Saufgelagen und zum Grillen mit offenem Lagerfeuer missbraucht. Mir stehen die Haare zu Berge, wenn ich Sonntagvormittag an die Kletteranlage fahre und mehr denn je zerbrochenes Glas, Flaschen, Verpackungsmaterial, Messer und Gabel aus Plaste schön verstreut in der ganzen Anlage vorfinde. Statt Bouldern muss ich einen Großputz veranstalten. Das dauert in der Regel zwei Stunden. "Diese Dreckfinken sind eine Schande für die Stadt Döbeln", ist Frank Scharschmidt stocksauer und bat die Stadtverwaltung in einem offenen Brief um Unterstützung.

Der Brief kam gestern morgen im Rathaus an und wurde bereits beraten. "Wir suchen jetzt nach Möglichkeiten, wie wir den Verein unterstützen können. Denn die Bereitschaft der Sportler, diese von der Stadt gebaute Anlage zu betreuen und zu pflegen, ist mehr als lobenswert. Es liegt uns viel an dieser ehrenamtlichen Arbeit durch die Vereinsmitglieder, die allen Bürgern zugute kommt", reagierte gestern Döbelns Baudezernent Thomas Hanns.

Das Ordnungsamt der Stadt werde nun gemeinsam mit dem Polizeirevier Döbeln darüber sprechen, ob es in den Abend- und Nachtstunden und besonders an Wochenenden einen verstärkten Streifendienst auch durch das Freizeitgelände in den Klostergärten und speziell zu den beiden Sportanlagen geben könne.

"Ich habe vollstes Verständnis für die Sportler und bin ebenfalls stocksauer. Doch diese Schmutzfinken und Randalierer gehören leider auch zu unserer Gesellschaft. Und während sich unsere Stadt und unsere Gesellschaft weiterentwickeln, entwickelte sich deren Geist offenbar nicht mit", schimpft Baudezernent Thomas Hanns. Als Planungsamtsleiter hat er den Bau der Boulderanlage und der Mountainbikestrecke mit verantwortet. Im Juni 2011 waren sie feierlich eröffnet worden. "Ich finde das gesamte Gebiet in den Klostergärten und die beiden Sportanlagen sind Aushängeschilder für unser Stadt und ihre Bürger. Das dürfen wir uns nicht von einzelnen kaputt machen lassen", so Thomas Hanns weiter. Erst vor zwei Wochen hatten Randalierer die schwere Edelstahltür aus dem erst im Herbst in die Klostergärten gebauten Toilettenhäuschen gerissen und in die Mulde geworfen. Die Tür, die im Inneren auch Hohlprofile und damit Luft beinhaltet, wurde von der Strömung mitgerissen. Sie wurde vor einigen Tagen verkeilt am Wehr in Großbauchlitz gefunden und aus dem Wasser gezogen. "Döbelner Handwerker versuchen sie nun wieder zu richten. Noch eine Woche wird es aber mindestens dauern, bis das stille Örtchen in den Freizeitanlagen wieder verschließbar und damit nutzbar sein wird", war dazu gestern aus dem Rathaus zu erfahren.

Schon in der Vergangenheit gab es immer mal wieder Probleme mit einigen Nutzern der Freizeitanlage, die etwa einen Holzsteg am kleinen See fürs Lagerfeuer auseinandernahmen. Kurz vor der Eröffnung der Boulderwand im Juni 2011 hatten Ganoven die Klettergriffe geklaut.

-Kommentar Seite 11

 

 

An der ehemaligen Garnisionsschießanlage am westlichen Ende der Freizeitanlage Klostergärten wurde 2011 die vorhandene Kletterwand umfangreich zu einer Boulderwand ausgebaut und eine 330 Meter lange anspruchsvolle Mountainbikestrecke errichtet. Die Benutzung der Anlagen erfolgt auf eigene Gefahr.

Die Gesamtkosten für Kletter- und Mountainbikeanlage lagen bei 150 000 Euro, finanziert aus EU-Mitteln und aus dem Programm Stadtumbau-Ost.

Die Radsportabteilung des Döbelner SC hatte die Idee zu einer solchen Mountainbikestrecke, die Stadt realisierte sie. Die Sportler betreuen die Anlage. Für die Boulderwand übernahm die Abteilung Bergsteigen und Wandern des ESV Lok Döbeln die Patenschaft.

T.Sparrer

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