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Döbeln: Ein paar Minuten, zu viele Schwächen

Döbeln: Ein paar Minuten, zu viele Schwächen

Es waren die ersten Minuten gegen den SC DHfK Leipzig/NHV Delitzsch, die die Neudorf-Döbelner Männer gestern Abend den Punktgewinn gekostet haben. Mit 26:30 mussten die Hausherren letztlich das Parkett verlassen - nach einem harten, schnellen und körperbetonten Spiel.

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Routinier Andre Richter traf gestern einmal für die Neudorf-Döbelner, bevor er kurz vor Schluss mit Rot vom Parkett musste. Sein Team leistete sich gegen das junge, schnelle und technisch gut ausgebildete Team der SC DHfK Leipzig/NHV Delitzsch zu viele Schwächen und unterlag am Ende mit 26:30.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Nicht nur das Spiel verloren die Gastgeber in den ersten Minuten, einige unter ihnen wahrscheinlich auch ihr Selbstvertrauen. Im Minutentakt musste Torwart Enrico Scheunert hinter sich greifen, zum Schluss wutentbrannt. Das 1:1 durch Denny Weber in der sechsten Minute blieb bis zum 2:7 von Alexander Bairich alles, was der HSG an Chancenverwertung gelang. Thomas Händler verwertet einen Sieben-Meter, Bairich macht das 4:9 (14.). Es bleibt Stückwerk, das nicht dazu gemacht ist, das Spiel zu drehen. Die Gäste sind schnell, technisch gut und werden angeheizt von ihren mitgereisten Fans, die immer dann die Trommeln malträtieren, wenn ihr Team aussichtsreich am Ball ist - es ist fast ununterbrochen laut in der Halle...

Etwas Stabilität kommt ins Neudorf-Döbelner Spiel, als HSG-Trainer Sven Kretzschmar Scheunert aus dem Tor nimmt und Christoph Halwaß hineinstellt. Die Leipziger treffen nicht mehr, die Döbelner machen vorn so weiter wie bisher und kämpfen sich vom 6:13 über 8:14 auf 10:15. Jetzt nimmt der SC eine Auszeit. Das Ergebnis der ersten 30 Minuten: 11:17.

Schauen was noch geht, so die Neudorf-Döbelner Devise zur Halbzeit. Es hätte mehr gehen können. Im Spiel gegen den Favoriten treten die Gastgeber zu wenig locker an. Sie beweisen zwar, dass sie auch gegen eine so junge Mannschaft, die technisch besser ist, ein schnelles Spiel machen können. Doch die Chancen, die sie sich erspielten, hätten auch genutzt werden müssen. Zehn Fehlversuche allein auf der rechten Seite - solche Schwächen kann sich keiner gegen ein Team wie DHfK leisten - wenn er gewinnen will.

Mitte der zweiten Hälfte schaffen es die Neudorf-Döbelner, ihren Gast in Verlegenheit zu bringen. Mit einer kompakten Abwehr. Jetzt werden die wesentlich jüngeren Männer aus Leipzig gezwungen, in Bedrängnis zu werfen, in Hälfte eins schaffte der völlig überrumpelte Gastgeber das nicht. Das Spiel hätte anders laufen können. Mit einer Energieleistung schafft es das allein personell der DHfK-Truppe unterlegene HSG-Team, bis auf drei Tore Rückstand aufzuschließen (18:21/42.). Für einen kurzen Moment blitzt auch unter den Zuschauern die Hoffnung auf, dass das Unmögliche vielleicht doch noch wahr werden könnte.

Tut es aber nicht. Denn kaum ist man dran, werden wieder Chancen versemmelt. Die Leipziger schaffen es erneut, ihren Vorsprung zu vergrößern. Das eh schon körperbetonte Spiel wird noch kämpferischer. Andre Richter muss kurz vor Schluss mit Rot das Parkett verlassen. Die Hausherren geben nicht auf, auch wenn zwei Minuten vor Schluss eigentlich schon klar ist, dass jetzt kein Wunder mehr passiert. Es bleibt bei der Niederlage, die nicht hätte sein müssen.

Am kommenden Wochenende können die Neudorf-Döbelner - theoretisch - auch wieder befreit aufspielen. Denn erneut ist ein Favorit zu Gast. In der Stadtsporthalle wird der ZHC Grubenlampe Zwickau erwartet.

Manuela Engelmann

 

HSG Neudorf-Döbeln: Halwaß, Scheunert, Reddiger, Koy, Bairich (7), Weber (7), Händler (5/4), Perge, Schumann (2), Henoch (4/2), Richter (1).

SC DHfK Leipzig/NHV Delitzsch: Neuhäuser, Sarközi, Reinert, Weikert (9), Bräuer (1), Groeschel (1), Fuhrmann, Bönke, Wolf, Ludwig (2), Wilke, Strehle, Schlichter (9/1), Thomas (1), Ulrich (1), Doberenz (1), Juknat, Jungandreas (5).

Schiedsrichter: Ritter, Städter (SSV Heidenau).

Zuschauer: 300.

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