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Döbeln Döbeln: Einzigartige Eisenbahnen in der Burgstraßenhalle
Region Döbeln Döbeln: Einzigartige Eisenbahnen in der Burgstraßenhalle
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20:07 24.02.2019
Blau auf Schienen: Thomas Hasenwinkel hat seine Modelleisenbahn dem THW zur Verfügung gestellt. Auf den Döbelner Modellbahntagen waren auch andere ungewöhnliche Eisenbahnen vertreten. Quelle: Foto: Gerhard Dörner
Döbeln

Für Konrad Heinze war es ein Premiere. Zum ersten Mal zeigte der Mahlitzscher sein Hobby in zu den Modellbahntagen in der Burgstraßenturnhalle in Döbeln: Die Eisenbahn zum selber zusammenschrauben mit Teilen aus dem Metallbaukasten von Märklin. Nicht nur Brücken, sondern auch Schienenfahrzeuge baut Konrad Heinze aus den Profilen mit den charakteristischen Schraubenlöchern.

Nach Werbebild gebaut

So zum Beispiel die „Kö“, was für Kleinlokomotive ölgefeuert steht. Die fährt elektrisch. Dann hatte Konrad Heinze aber noch den Nachbau einer Schnellzuglokomotive der Baureihe 03 aufgebaut. „Ich habe sie nach einem Werbebild von 1927 nachgebaut und bestimmt 50 Stunden dran gesessen“, erzählt der gelernte Lokschlosser. „Die Schrauben sind das teuerste an der Lokomotive, die anderen Teile bekommt recht preiswert.“

Die Noppenbahner fertigen ihre Modelle aus Klemmbausteinen dänischer Art. Quelle: Dirk Wurzel

Ebenfalls selbst zusammengebaut haben die Jungs von „noppenbahnen.de“ ihre Schienenfahrzeuge. Wobei zusammengesteckt wohl genauer formuliert ist. Denn die Lokomotiven, Waggons und der Bahnhof der Anlage bestehen aus Klemmbausteinen einer bekannten dänischen Firma. Weil sich die aber mit der Nutzung ihres Marken-Namens recht engstirnig gibt, nennt sich die Gruppe eben Noppenbahner, denn solche zeichnen die Bausteine aus. „Wir haben uns im Internet kennengelernt und 2017 das erste Mal getroffen“, sagt Dennis Paysen. Er kommt aus Hamburg, die anderen Noppenbahner aus Franken, einer ist aus Sachsen. In Döbeln zeigten sie ihre Technik zum ersten Mal. Nicht alle Bestandteile der Anlage bestehen aus Klemmbausteinen der dänischen Firma. „Einige Bögen haben wir mit dem Drei-D-Drucker hergestellt“, sagt Dennis Paysen, denn die Biegungen bekommt der Hersteller nicht so hin, wie es die Noppenbahner brauchen.

Ausstellung mit Wiedererkennungswert

Ohne Eisenbahn, dafür mit einer Ausstellung über die Bahnstrecke Waldheim-Rochlitz war Andreas Riethig für das Bahnsozialwerk auf den Modellbahntagen vertreten. Diese hat ihm der Heimatverein Milkau ausgeborgt. „Wir haben schon viele Kataloge verkauft“, sagt er. Und manch Ausstellungsbesucher freute sich, wen er sich auf einem der Bilder wieder erkannte.

Mutter aller Spielzeugbahnen

Und was für eine Heidenarbeit der Aufbau ist, können Hartmut Böhme und Lutz Hellmuth erzählen. „Wir haben 14 Stunden unsere Anlage aufgebaut“, sagt Hartmut Böhme. Die Waldheimer hatten die Mutter aller Spielzeugeisenbahnen mitgebracht: Eine Märklin-Bahn, über 80 Jahre alt, mit breiten Gleisen und Lokomotiven sowie Waggons, denen man ansah, dass schon eine Weile mit ihnen gespielt wird. Wegen der speziellen Stromführung hat diese Modellbahn drei Schienen. Aus der Spur 0 entwickelte Märklin dann die H0, indem es die Spurbreite halbierte. H0 steht somit für „Halbe Null“. Jedes Jahr sind die Waldheimer mit ihrer historischen Modelleisenbahn in Döbeln zu Gast, deren Grundstock Erbstücke bilden.

Die diesjährige Modellbahnschau des Döbelner SV Vorwärts zeigte auch ungewöhnliche Exponate. Hier ein paar Impressionen.

25 Aussteller präsentierten sich in diesem Jahr auf den Modelbahntagen. SV-Vorwärts-Chef Jörg Dathe ist mit der Besucherresonanz zufrieden, wenngleich er bedauert, dass die Roßweiner Modellbahner dem Verein Konkurrenz gemacht haben. „Wir spüren das zwar nicht bei den Besuchern. Aber muss das alles an einem Wochenende stattfinden?“, sagt er. Der Döbelner SV ist an die Schulferien gebunden. Während der Schulzeit ist in der Burgstraßenturnhalle nämlich Sportunterricht.

Von Dirk Wurzel

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