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Döbeln Döbeln: Geld fürs Ausbaggern im Flussbett steht bereit
Region Döbeln Döbeln: Geld fürs Ausbaggern im Flussbett steht bereit
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00:09 21.12.2013

"Wir haben jetzt gerade Verträge mit Ingenieurbüros abgeschlossen, welche die Mengen der Ablagerungen vermessen und berechnen", sagt Axel Bobbe, Leiter der Landestalsperrenverwaltung. So wird auch geklärt, wie die ausgebaggerten Sedimente entsorgt werden müssen. Das sei Voraussetzung dafür, dass die Bagger bald anrücken können. Das Ausbaggern der Ablagerungen hatten viele Betroffene als eine der ersten Maßnahmen zum Flutschutz gefordert, damit die Mulde bei höheren Wasserständen nicht gleich wieder überläuft.

Positive Signale gibt es auch für die Bürger in den westlichen Döbelner Stadtteilen. Sie waren beim Thema Flutschutz bisher ausgespart worden, weil ihre Stadtteile in der Prioritätenliste des Freistaates noch nicht ganz oben standen. Der CDU-Landtagsabgeordnete Sven Liebhauser hatte mit der Bürgerinitiative Döbeln-West nach einem Bericht in der DAZ Kontakt aufgenommen. Ihre Bemühungen, sich bei der Politik Gehör zu verschaffen, waren bislang gescheitert. Ein Brief an Sachsens zuständigen Minister Frank Kupfer (CDU) war unbeantwortet geblieben. Nun war der Döbelner Landtagsabgeordnete aktiv geworden, hatte mit dem Minister gesprochen und hat mittlerweile auch mit Axel Bobbe von der Landestalsperrenverwaltung Rücksprache genommen. "Ich werden auf Initiative des Landtagsabgeordneten Liebhauser gemeinsam mit Vertretern der Bürgerinitiative Döbeln-West und dem beauftragten Ingenieurbüro Mitte Januar bei einem gemeinsamen Termin die Muldeufer in Großbauchlitz begehen. Danach werden wir sehen, dass wir vielleicht auch dort mit Baggern etwas bewegen können", so Axel Bobbe. Die Interessengemeinschaft Döbeln-West setzt sich dafür ein, dass auch die westlichen Stadtteile beim Hochwasserschutz Gehör bekommen. Drei Viertel der Grundstückseigentümer aus den Bereichen der Teichstraße, der Sandhäuser und der Grimmaischen Straße gehören der Großbauchlitzer Bürgerinitiative an, die noch während der Aufräumarbeiten nach dem Juni-Hochwasser gegründet wurde.

40 Millionen Euro sollen bis 2020 in den Hochwasserschutz in Döbeln investiert werden. Döbelns Innenstadt hat seit dem verheerenden Hochwasser 2002 dabei Priorität. Doch für die Stadtteile Großbauchlitz, Kleinbauchlitz und Technitz fällt davon bislang nichts ab. Sie haben nur mittlere Priorität. Dass an ihrem Flussabschnitt der Mulde gar nichts passiert, damit wollen sich die Mitglieder der IG Döbeln-West nicht abfinden. Sie haben aktuell viele Missstände dokumentiert. "Viele kleine Maßnahmen, die Ordnung rund um das Flussbett schaffen, wären ein Anfang. Das würde nicht gleich Millionen kosten", teilte die Initiative im Gespräch mit der DAZ mit. Gemeinsam haben die Mitglieder der Gruppe eine Liste erarbeitet, was ihnen wichtig wäre in Sachen Hochwasserschutz. Der Termin im Januar ist dazu ein Anfang.

Thomas Sparrer

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