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Döbeln Döbeln: Glühlampenverbot stellt Theaterbetreiber vor Probleme
Region Döbeln Döbeln: Glühlampenverbot stellt Theaterbetreiber vor Probleme
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23:00 06.09.2012

"Glühbirnen sind für das Theater zur Zeit unverzichtbar. Sie geben ein bestimmtes, warmes und dimmbares Licht ab, das durch die neue Technik noch nicht ersetzt werden kann", sagt Hubert Eckart, Geschäftsführer der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft (DTHG). Gilt das auch fürs Mittelsächsische Theater in Freiberg und Döbeln? "Uns trifft das Glühlampenverbot natürlich wie alle anderen. Ich habe aber den Eindruck, dass die jeweils Zuständigen keine unüberwindbaren Probleme sehen", meint Pressedramaturg Dr. Christoph Nieder vom Mittelsächsischen Theater.

In vielen Theatern der Bundesrepublik sind Glühlampen oft Teil der Saalarchitektur. Die Beleuchtung sei sowohl mit den Sitzpolstern und Wandfarben im Theater abgestimmt, als auch mit der Saalakustik, erklärt Eckart von der DTHG. Im Theater in Fulda besteht die Decke des Zuschauerraumes aus einer Lichtinstallation mit rund 2000 Glühbirnen. "Da müsste man die Decke rausreißen, um das alles zu erneuern. Das sind natürlich immense Kosten. Darüber hat beim Glühbirnenverbot niemand nachgedacht." Viele Theater hätten daher Glühbirnen gebunkert, als es sie noch zu kaufen gab. "Eine Übergangslösung", sagt Eckart. "Eine dauerhafte Alternative muss erst noch gefunden werden."

Von derartiger Alarmstimmung ist in Döbeln und Freiberg nichts zu hören. Die Techniker haben zwar einige Kisten mit Glühlampen in den Regalen stehen. Aber: "Im Moment haben wir noch den üblichen Vorrat an alten Glühlampen, also keine extra Notvorräte angelegt." Christoph Nieder erwartet einen sanften Übergang beim Einsatz der alten Leuchtmittel zu den neuen energiesparenden Lampen.

Künstlerische oder architektonische Einschränkungen im großen Stil erwartet man in Mittelsachsen durch das Glühlampen-Verkaufsverbot demzufolge nicht, allerdings: "Künstlerisch gibt es theoretisch gewisse Einbußen, weil manche Effekte und Lichtstimmungen die speziellen Qualitäten herkömmlicher Glühlampen nutzen; praktisch wird es dort aber vermutlich Ersatzlösungen geben", erwartet Dr. Christoph Nieder.

Die Lampen in den Foyers und im Zuschauerraum des gerade erst komplett sanierten Theaters können laut Pressedramaturg jedenfalls auch mit anderen Leuchtmitteln bestückt werden. "Wir haben aber noch keine belastbaren Erfahrungen und Zahlen, was deren Lebensdauer und Energieverbrauch angeht", sagt Dr. Christoph Nieder. Kathrin König

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