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Döbeln Döbeln: Grundstückspreise im Landkreis - Zweinig billig, Freiberg teuer
Region Döbeln Döbeln: Grundstückspreise im Landkreis - Zweinig billig, Freiberg teuer
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23:00 09.07.2013

"Extreme Ausrutscher gibt es bei den Grundstückspreisen in Mittelsachsen nicht", sagt Birgit Schellenberg, Leiterin der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses. Der neue Bericht, der eine Auswertung des Grundstücksmarktes der zurückliegenden beiden Jahre darstellt und dessen Daten bis Ende 2014 gelten, weist aber doch zum Teil deutliche örtliche Unterschiede auf. Das betrifft beispielsweise die Bodenrichtwerte. Beträgt der für den Roßweiner Ortsteil Zweinig aktuell sechs Euro pro Quadratmeter, dann stehen im Gegensatz dazu für gefragtes Wohnbauland in der Kreisstadt Freiberg bis zu 94 Euro zu Buche. "Inzwischen haben wir in der Geschäftsstelle die ersten Kaufverträge über 100 Euro pro Quadratmeter bekommen", erklärt Schellenberg.

Es zeige sich, dass in der Stadt Freiberg und in deren Umfeld durchschnittlich die höchsten Steigerungen des Bodenrichtwertes zu verzeichnen sind. Aber auch im Bereich des Altkreises Döbeln gibt es Bodenwerterhöhungen von 15 Prozent, so beispielsweise in den Ortsteilen von Döbeln. Im Altkreis Mittweida ist laut Schellenberg eine Stagnation der Grundstückspreise zu erkennen. Anderenorts, wie in Roßwein, sinken die Werte.

Der Landwirtschaftssektor ist nach wie vor von einem Preisanstieg geprägt. Die Werte für Ackerland im Gebiet von Ostrau/Lommatzscher Pflege kletterten von 1,16 Euro pro Quadratmeter (2010) auf 1,59 Euro (Ende 2012). Selbst im Raum von Brand-Erbisdorf, wo nicht so gute Böden vorhanden sind, gibt es eine Steigerung von 31 auf 63 Cent.

Auskunft gibt der Grundstücksmarktbericht auch über die Nachfrage nach bestimmten Immobilienarten und die entsprechende Preisentwicklung "Erkennbar ist die gestiegene Nachfrage nach frei stehenden Einfamilienhäusern der Baujahresklasse 1900 bis 1945. Hier zahlt man für ein saniertes Gebäude durchschnittlich 810 Euro pro Quadratmeter", erklärt Schellenberg. In den Städten des Kreises werde für sanierte Altbauwohnungen ein höherer Quadratmeterpreis gezahlt (durchschnittlich 1049 Euro) als für eine Eigentumswohnung im Neubau (969 Euro).

Dass die Finanzkrise einen Boom von Grundstückskäufen ausgelöst hat, lässt sich für die Zeit bis Ende des Vorjahres nicht feststellen. Die Zahl der Kaufverträge ist konstant geblieben. Ob das diesjährige Hochwasser eventuell Grundstückspreise beeinflusst, lässt sich noch nicht sagen. Schellenberg: "Nach dem Hochwasser 2002 waren keine Auswirkungen erkennbar." Olaf Büchel

-Kommentar

Ort/Wohngebiet 2010 2012

Döbeln, WG Alte Gärtnerei 33 46

Döbeln, Siedl. Roßweiner Str. 22 34

Waldheim, Bergstraße 69 69

Hartha, WG Hinter den Hecken 51 46

Roßwein, WG Wanne u. Vogelstange 60 48

Haßlau, WG Ost 30 33

Klosterbuch 10 11

Niederstriegis 19 19

Jahna 12 12

Freiberg, WG Silberhofviertel 65 75

2008 2012

Döbeln, Klostergärten/Weinberg 31 63

Roßwein, WG Novuspark 80 34

Angaben in Euro pro Quadratmeter

Grundlage für die Ermittlung der Daten des Grundstücksmarktberichtes ist die Kaufpreissammlung, welche in der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses geführt wird. Jeder Notar ist verpflichtet, alle Verträge, die die Übertragung von Grundstückseigentum betreffen, dem Ausschuss zu übersenden. In den vergangenen zwei Jahren wurden 6584 Datensätze aus 5563 Verträgen ausgewertet.

2011 und 2012 erhielten in Mittelsachsen 2796 bebaute Grundstücke im Wert von 284 Millionen Euro einen neuen Besitzer. Für unbebaute Grundstücke wurden 2347 Verträge mit einem Gesamtvolumen von 76,4 Millionen Euro geschlossen.

Der Bodenrichtwert ist ein ermittelter Durchschnittswert und dient als Anhaltspunkt. Er ist kein bindendes Recht.

Der Grundstücksmarktbericht ist im Landratsamt einsehbar. Mündliche Auskünfte dazu sind kostenlos, für schriftliche Auskünfte werden Gebühren erhoben.

Kontakt: E-Mail - gutachterstelle@landkreis-mittelsachsen.de; Telefon - 03731/799 12 02 bis 12 06

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