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Region Döbeln Döbeln: Heimererschulen stellen Ausbildungszwiege vor
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21:37 16.02.2012
Die Altenpflegeschülerin Janine Slaby lässt sich von Sabrina Arnold massieren, die in den Heimerer-Schulen die Ausbildung zur Physiotherapeutin absolviert. Im Rahmen der Schaufensterwoche wird jeden Tag eine andere Fachrichtung auf diese lebendige Weise der Öffentlichkeit vorgestellt. Quelle: Wolfgang Sens

"Wie andere auch können wir nicht jede Lehrstelle mit einem Auszubildenden besetzen", bedauert Leiterin Dr. Susanne Hahn. Zumindest hätten aber zur jetzigen Schaufensterwoche mehr Schüler vorbeigeschaut als zu der im vergangenen Jahr. Und nicht zu unterschätzen sei, dass sich während dieser Tage die Schüler untereinander besser kennenlernen und sehen, was die jeweilige Fachrichtung macht.

Gestern waren es die Physiotherapeuten, die sich präsentierten. Viel schöner noch war der Tag allerdings für die Altenpflege-Schüler, denn sie durften die Patienten spielen und sich von den eigentlichen Akteuren behandeln lassen. Sie genossen sichtlich die Massagen, legten sich für Unterwasser-Druckstrahl-Anwendungen in die Wanne. Wer selber aktiv werden wollte, beteiligte sich an der Gymnastik, die für Patienten mit Rückenleiden, künstlichen Gelenken oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen entworfen wurde.

"All das demonstriert heute unser zweites Ausbildungsjahr", erklärte Lehrerin Nicole Ungnader. "Auch die Besucher können mitmachen und sich massieren lassen." Doch es waren gerade einmal vier Schüler gekommen, und diese zeigten sich eher zurückhaltend. Sie schauten zu, stellten Fragen und ließen es dabei bewenden.

Ihre Ziele verfolgen sie trotzdem. So zum Beispiel Nancy Butke. Die Zehntklässlerin von der Mittelschule "Am Holländer" hat sich bereits bei den Heimerer-Schulen beworben. Sie will dort ab September die Ausbildung zum Physiotherapeuten machen. Der Schaufenstertag war also keine Entscheidungshilfe für sie, sondern nur eine Gelegenheit, um schon einmal in ihr künftiges Umfeld hinein zu schnuppern.

Ähnlich ging es Philipp Ehrt aus Obergoseln. Ein Praktikum in der physiotherapeutischen Abteilung der Helios-Klinik Leisnig liegt bereits hinter ihm, in dem ihn besonders die Bewegungsübungen mit älteren Menschen fasziniert hatten. "Heute wollte ich einen Einblick in die Behandlungsarten erhalten, die uns hier gelehrt werden, wenn ich im Herbst in den Heimerer-Schulen anfange", sagte er.

Drei Jahre dauert die Ausbildung zum Physiotherapeut. Interessant ist die Fachrichtung auch für Gymnasiasten, denn es kann ein viertes Jahr angehängt werden, in dem die ausgelernten Absolventen zwar schon arbeiten, aber noch ihren Bachelor machen. Mit diesem Studienabschluss können sie später Leitungsposten in Krankenhäusern und Reha-Kliniken besetzen, in die Forschung gehen oder an Berufsfachschulen unterrichten.

Innerhalb der Schaufensterwoche wird heute die Ausbildung in der Heilerziehungspflege vorgestellt. 9.30 bis 14 Uhr sind alle Interessenten jeglichen Alters willkommen. Sie können unter anderem einem integrativen Tanz mit Behinderten beiwohnen oder im Snoezelen-Raum zur Ruhe kommen und dabei ihren Körper mit allen Sinnen wahrnehmen. Frank Pfeifer

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