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Döbeln Döbeln: Hilfe für alle
Region Döbeln Döbeln: Hilfe für alle
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23:00 10.06.2013

Demnach können die von der Staatsregierung beschlossenen Soforthilfen für Hochwasseropfer auch von Bewohnern in Anspruch genommen werden, deren Gebäude von Starkregen überschwemmt wurden. In einigen Ortsteilen der Gemeinde Ostrau und auch in Clennen und Mahlitzsch waren in den zurückliegenden Tagen aufgrund extremer Starkniederschläge und im Zusammenwirken mit dem Hochwasser mehrere Bäche in kürzester Zeit sprunghaft angestiegen und über die Ufer getreten (die DAZ berichtete). "Zahlreiche Ortschaften wurden in der Folge überspült, teilweise kam es zu Schlammlawinen. Betroffen waren auch die Lausitz, der Landkreis Mittelsachsen sowie der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Vielerorts wurde Katastrophenvoralarm ausgelöst", fasste das Landratsamt gestern zusammen.

Die Landesdirektion Sachsen hat zudem die Zuwendungsbescheide für eine kommunale Soforthilfepau­schale an die Landkreise und kreisfreien Städte erlassen. 3,75 Millionen Euro stellt der Freistaat dem Landkreis Mittelsachsen zur Verfügung. "Das Geld sollen die Kommunen nutzen, um die Säuberung der vom Hoch­wasser betroffenen Gebiete und Naturräume sowie den kurzfristigen Wieder­aufbau zerstörter kommunaler Infrastruktur in den Bereichen Energieversor­gung, Wasser und Abwasser, Telekommunikation, Verkehr, Gesundheit und Bildung durchzuführen", erklärte Holm Felber, Pressesprecher der Landesdirektion Sachsen.

Das sächsische Soforthilfeprogramm wird über die Kommunen bereits umgesetzt. Eine Soforthilfe als Handgeld wird direkt betroffenen Einwohnern und an in Not geratene Unternehmen sowie land- und forstwirtschaftliche Betriebe ausgezahlt. Darüber hinaus sind vergangene Woche ebenfalls Soforthilfen für Kommunen beschlossen worden, damit rasch mit der Beseitigung von Schlamm und Abfall und der ersten Behebung von Schäden an der zerstörten Infrastruktur begonnen werden kann. Insbesondere die Entsorgung des Flutmülls in den Krisenregionen bereiten dem Landkreis Sorgen. Landrat Volker Uhlig: "Wir wissen momentan nicht, woher wir das Geld nehmen sollen und hoffen auf Unterstützung des Landes."

Auch Geschädigte der neuen regionalen Fluten werden Hilfen aus den Programmen der Staatsregierung erhalten. Insgesamt stehen für die Soforthilfen rund 85 Millionen Euro bereit. Im Landratsamt Mittelsachsen hat ein Wiederaufbaustab die Arbeit aufgenommen.

Zum Thema der Soforthilfen für Wohneigentümer richtet die Sächsische Aufbaubank (SAB) heute einen Beratungstag ein. Die Förderbank informiert im Rathaus Grimma betroffene Wohneigentümer über Möglichkeiten der Soforthilfen (Rathaus Grimma, 1. Etage, Kleines Sitzungszimmer, 9.30 bis 17 Uhr). Andere vom Junihochwasser Betroffene können sich unter der Infohotline "Hochwasser" der SAB melden: 0351/49  10  49  66.

Thomas Lieb

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