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Döbeln Döbeln: Kaum Nachfrage nach leeren Geschäften am östlichen Obermarkt
Region Döbeln Döbeln: Kaum Nachfrage nach leeren Geschäften am östlichen Obermarkt
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00:18 27.11.2016
Auf dem Döbelner Obermarkt bewegt sich nur wenig. Quelle: Fotograf Sven Bartsch
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Döbeln

Im ehemaligen Modegeschäft im Alten Amtshaus am östlichen Obermarkt bewegt sich etwas. Das Geschäft und die Schaufenster sind mit Kleidern dekoriert. Doch Werbung für eine Neueröffnung gibt es bisher keine. Dirk Förster-Wehle vom Immobilienmanagement der TAG Wohnen in Döbeln ist Vermieter des Ladengeschäftes. „Eine Schneiderin aus dem Raum Nossen hat bei uns nach den Räumen gefragt und möchte darin in der Vorweihnachtszeit ihre Waren und Dienstleistungen präsentieren. Sie selbst wird auf dem Döbelner Weihnachtsmarkt vertreten sein. Das Ladengeschäft am Obermarkt nutzt sie parallel als Ausstellungsfläche“, schildert der Immobilienmanager. Er sieht das Ganze aber positiv. „Vielleicht wird ja mehr daraus, wenn die Nachfrage auf dem Weihnachtsmarkt entsprechend ist.“ Im Gespräch ist die TAG Wohnen derzeit mit einem potenziellen Mieter für das frühere Kleeblattmoden-Geschäft gleich neben dem alte Amtshaus. Auch für einen leerstehenden Laden in der Fronstraße führt Döbelns größtes Vermietungsunternehmen gerade Verhandlungen. „Noch ist aber beides nicht spruchreif“, so Dirk Förster-Wehle.

Spruchreif ist dagegen, dass die Kaffeebar Batavia vom Eingang der Rathauspassage am östlichen Obermarkt ins frühere Fahrradgeschäft gegenüber ziehen wird. „Der Zeitpunkt ist noch offen, weil an dem Laden vom Vermieter noch einige Handwerksarbeiten auszuführen waren. Doch wir wollen uns räumlich vergrößern. Wir brauchen mehr Platz weil wir unsere Kaffeebohnen künftig in Döbeln selbst rösten wollen“, sagt Inhaber Nicolas Sihombing. Vor allem über einen Online-Shop und über die Gastronomie handelt der gebürtige Indonesier mit Kaffee von der Insel Flores, von Kaffeebauern mit denen er direkt zusammenarbeitet und hohe Qualität zu fairen Preisen aushandelt. In die jetzige Kaffeebar am Eingang der Passage wird nach Sihombings Umzug der Goldankauf Maas einziehen. Nach mehreren Raubüberfällen, zuletzt Anfang September und einem Einbruchversuch am helllichten Tag, Anfang November, möchte das Geschäft aus der ansonsten leerstehenden Passage jetzt direkt an den Obermarkt ziehen, direkt an den Publikumsverkehr. Davon versprechen sich die Inhaber einfach mehr Sicherheit.

Ansonsten hat sich am Leerstand in der Rathaus-Passage noch nicht viel geändert. „Wir arbeiten daran. Haben moderate Mietpreise und stehen in den Startlöchern, um die Geschäfte für Interessenten wunschgerecht herzurichten“, sagt Silke Lormis, Mitarbeiterin bei TL Immobilien in Döbeln. Das Unternehmen hat gerade für den neuen Eigentümer der Passage die Verwaltung übernommen. Nachdem das Objekt jahrelang unter Zwangsverwaltung stand, ist der neue Eigentümer nach dem Kauf nun ernsthaft daran interessiert, die Passage zu vermieten. Ein Laden wurde gerade für einen Mieter hergerichtet, der die Räume allerdings zunächst als Lager nutzt.

Noch keine Bewegung gibt es derzeit bei einer Neuvermietung der ehemaligen Kunststube und des Reformhauses. Beide Läden am östlichen Obermarkt hatten im Sommer beziehungsweise im Herbst geschlossen. Auch für das ehemalige Tchibo-Geschäft in der Bäckerstraße, in bester Lage der Fußgängerzone, gibt es noch immer keinen Nachmieter. Ein Modegeschäft habe Interesse gezeigt. Ein Mietvertrag kam aber doch nicht zustande. „Es herrscht bei der Nachfrage gerade Funkstille“, sagt Immobilienverwalter Peter Ilchmann, der im Auftrag der Firma Delta den Laden wieder neu vermieten soll.

Von Thomas Sparrer

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