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Döbeln Döbeln: Kein Spielplatz mit Gleisanschluss
Region Döbeln Döbeln: Kein Spielplatz mit Gleisanschluss
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18:17 27.07.2012

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Anstelle eines reinen Kinderspielplatzes soll für das Wohngebiet Döbeln-West ein Mehrgenerationen-Spielplatz gebaut werden. Einen entsprechenden Antrag an den Stadtrat legte jetzt der SPD-Stadtrat Sylvio Kolb vor. 16 Stadträte aus den Fraktionen der FDP, der SPD, der Linkspartei, Wir für Döbeln und der Freien Wähler Ebersbach unterschrieben mit auf dem Antrag. In dem Gebiet rund um den Sternplatz und den Bahnhof wohnen etwa 180 Kinder bis 13 Jahre. Tendenz sinkend. Sylvio Kolb findet, dass man deshalb mit der Zeit gehen und die sich verändernde Altersstruktur in der Stadt gleich berücksichtigen sollte. Neben Spielgeräten für Kinder sollte deshalb auch an Bewegungsangebote für Ältere gedacht werden. Eine generationenübergreifende Nutzung des Spielplatzes sorge zudem für mehr Sicherheit und für mehr Akzeptanz im Wohnumfeld.

Sylvio Kolb hat nämlich an der an sich lobenswerten Spielplatzidee der CDU-Stadtratskollegen noch einen entscheidenden Haken entdeckt: Als Standort favorisieren die CDU und der Oberbürgermeister die Park- und Grünfläche am Döbelner Hauptbahnhof. Die ist eingesäumt von Hauptverkehrsstraßen, Pendlerparkplatz und Bahnschienen. "Das ist der denkbar ungünstigste Platz, den man sich für einen Spielplatz nur vorstellen kann", findet Sylvio Kolb. "Ich bin von Beruf Lokführer und sehe jeden Tag aus meiner Perspektive oben im Führerstand, welche Faszination Bahnhöfe und Gleise für Kinder darstellen. Erst kürzlich stand ich vor Leipzig mit dutzenden anderen Zügen im Nothalt, weil spielende Kinder an den Gleisen gesehen wurden und die Bundespolizei den Zugverkehr stoppen ließ, bis die Kinder in Sicherheit waren", argumentiert der SPD-Stadtrat. Er wünscht sich, dass mit der DKB Wohnungsgesellschaft und der Wohnungsgenossenschaft GWG ein anderer Standort gefunden wird, etwa in den Innenhöfen zwischen Bahnhofstraße und Grimmaischer Straße hinter dem BTO-Gelände. Beim nächsten Hauptausschuss des Stadtrates am 23. August ist eine Begehung vor Ort geplant.

-Kommentar, Seite 15

Th. Sparrer

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