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Döbeln Döbeln: Kompromiss für Grundschule-Ost
Region Döbeln Döbeln: Kompromiss für Grundschule-Ost
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23:00 22.10.2013
Aus dieser Perspektive gar nicht schlecht: Der Spielplatz des Hortes mit der Grundschule Döbeln-Ost im Hintergrund. Neben Investitionen in den Brandschutz lässt die Stadt im nächsten Jahr ein zukunftsfähiges Konzept für den Schulstandort erarbeiten. Quelle: Wolfgang Sens

Zehn Stadträte der Fraktionen von "Wir für Döbeln", Freie Wähler, Linke und SPD sowie die beiden Stadträte der Freien Wähler Ebersbach hatten den Antrag unterschrieben. Sie fordern, dass die Grundschule Döbeln-Ost im nächsten Stadtrat auf die Tagesordnung kommt und ein Konzept für die nachhaltige Sanierung des Gebäudes erarbeitet wird. Die Verwaltung sollte alle Fördermöglichkeiten für den Schulbau sowie die notwendigen Eigenmittel aus der städtischen Rücklage prüfen und gleichzeitig abklopfen, ob im Falle eines negativen Förderbescheides, die Sanierung der Schule komplett aus städtischen Eigenmitteln zu stemmen wäre. Schon 2009 hatte es einen gleichlautenden Antrag gegeben und war im Stadtrat beschlossen worden, dass an der Grundschule im Schulnetzplan der Stadt nicht gerüttelt und sie zeitnah saniert werden soll. Der Beschluss war damals aber aufgehoben worden, nachdem sich die Stadträte auf die Aufhebung der Grundschulbezirke im Stadtgebiet geeinigt hatten. Seitdem können sich die Eltern der Grundschüler an jeder der vier städtischen Grundschulen anmelden und Schülerströme dabei auch so gelenkt werden, dass alle vier Schulen entsprechend gleichmäßig ausgelastet sind. Nach den Schulanmeldungen für das laufende Schuljahr ist die Grundschule Döbeln-Ost trotz ihres äußerlichen 80er Jahre-Charmes recht beliebt. Dennoch bestreitet Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) den Investitionsbedarf an dieser Schule nicht. "Wir haben die Hinweise und Anregungen der Eltern, besonders die der neuen ersten Klasse geprüft und werden diese jetzt mit Nachdruck umsetzen", verspricht Egerer. So wird der frisch renovierte Klassenraum der ersten Klasse noch einen ordentlichen neuen Fußbodenbelag erhalten. Die von den Eltern vorgebrachten Heizprobleme (DAZ berichtete) hätten sich geklärt. Man habe die Temperaturen protokolliert und könne nun sicher sein, dass die Heizung richtig funktioniert und die Klassenräume auch im Winter ordentlich warm sind. "Dass es an dem besagten Elternabend im Klassenzimmer kalt war, lag wirklich daran, dass am Abend vergessen wurde, die Heizkörper für den Elternabend rechtzeitig aufzudrehen", ist Egerer überzeugt,.

Der Antrag der zehn Stadträte zur Sanierung der Schule ohne Wenn und Aber wäre wahrscheinlich am Veto des Oberbürgermeisters gescheitert. Der kann und muss laut Hauptsatzung Beschlussanträge aus dem Stadtrat ablehnen, wenn sie keinen Vorschlag zur Kostendeckung enthalten. Der im Hauptausschuss gemeinsam ausgehandelte Kompromiss sieht jetzt vor im Haushaltplan 2014 runde 20 000 Euro einzustellen und damit ein tragfähiges Konzept für die Grundschule und den Hort Döbeln-Ost aufzustellen. Dabei sollen Varianten wie ein Neubau oder eine Sanierung und ein Teilabriss des 1969 eingeweihten Schulgebäudes gegenüber gestellt werden. Auf Grundlage dieses Konzeptes soll dann entschieden werden, wie die Grundschule Ost künftig einmal aussehen soll. Im Haushalt für 2014 müssen außerdem ohnehin Gelder für Bauarbeiten am Brandschutz der Schule eingeplant werden.

Die dreigeschossige Plattenbauschule in Döbeln-Ost wurde 1969 eingeweiht und beherbergte als Polytechnische Oberschule bis zu 800 Schüler von der ersten bis zur zehnten Klasse. Bis 2006 wurde die Mittelschule-Ost geschlossen. Seitdem sind nur noch 100 Grundschüler und der Hort in dem Komplex untergebracht. Das Obergeschoss wird seit diesem Jahr aus energetischen Gründen deshalb gar nicht mehr genutzt.

Thomas Sparrer

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