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Döbeln: Lange Leitung bei Tele Columbus

Döbeln: Lange Leitung bei Tele Columbus

Mit Tele Columbus kämpft Jens Günther aus Döbeln seit Jahren. Erst sah er in seinem Fernseher ein schlechtes Bild, dann war es ganz verschwunden. Alle Beschwerden halfen nichts.

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Schnee auf dem Bildschirm. Besser bekam Tele Columbus den Fernsehempfang bei Jens Günther dauerhaft nicht hin. Und kürzlich blieb die Mattscheibe ganz schwarz. Erst nach Vermittlung durch die DAZ lenkte der Kabelanbieter jetzt ein.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Mit der Flutkatastrophe 2002 begann das Theater. "Aus dem Nachbarhaus hatte jemand den Anschluss gereinigt und das Kabel angeklemmt - aber wahrscheinlich falsch", schildert er. Der Techniker des Unternehmens sei auf seine Bitte hin mehrmals vorbeigekommen, doch über die Jahre hinweg habe sich die Qualität des Bildes nie dauerhaft verbessert. "Der Techniker schlug dann vor, die einzige Lösung wäre, ein Loch durch die Wand zu bohren und das Kabel bei unserem Nachbarn anzuklemmen. Aber auch das geschah nie."

Jens Günther bezieht Arbeitslosengeld II. "Meine Frau arbeitet, wir haben zwei Kinder. Da sind die knapp 160 Euro, die wir im Jahr für den Kabelanschluss bezahlen, sehr viel", erklärt er. "Wir alle wollen fernsehen." Deshalb zog er die Konsequenzen. Er kündigte den Kabelanschluss zum Jahresende 2011 und kaufte eine Satellitenanlage.

Tele Columbus jedoch akzeptierte den Termin nicht so einfach. Die Firma schrieb zurück: "Selbstverständlich bestätigen wir Ihnen die Kündigung Ihres Kabelanschluss-Vertrages zum 31. März 2012." Die Laufzeit verlängerte sich also um drei Monate - kostenpflichtig selbstverständlich.

Kürzlich fiel nun das Bild ganz aus. Jens Günther rief bei Tele Columbus an. "Sie sagten mir, dass ich sie so oft kritisiert habe, dass sie meinen Vertrag umgehend beendet hätten", sagt er. Ohne Vorwarnung guckte er nun vollends in die Röhre.

Für ihn der Anlass, die DAZ aufzusuchen. Von Tele Columbus hat er die Nase voll und erzählt eine weitere Episode: "Im vergangenen Jahr klemmte uns das Unternehmen einfach ab, ohne vorher etwas zu sagen. Wir hätten nicht bezahlt, hieß es. Aber das stimmte nicht. Tele Columbus verfügt über eine Bankeinzugsermächtigung von uns und hatte das Geld selbst abgebucht."

Als sich Günther beschwerte, sei der Fehler entdeckt worden. "Man wollte das Kabel innerhalb von 24 Stunden wieder anklemmen, doch erst nach sechs Wochen kam jemand", schildert er. "Uns wurde eine Gutschrift für die Zeit, in der wir nicht fernsehen konnten, zugesagt, doch diese erhielten wir nie. Und entschuldigt hat sich auch keiner bei uns."

Nun also reicht es Jens Günther. "Wenn ich nicht über den Kabelanschluss fernsehen kann, will ich mein Geld zurück", fordert er. Und Tele-Columbus-Sprecher Hannes Lindhuber, der zunächst davon spricht, dass alles "abenteuerlich klingt", sichert dem Kunden nach Rücksprache mit dem Service-Center eine Lösung zu.

Demnach gilt der Vertrag - wie von Günther gewünscht - zum 31. Dezember 2011 als beendet. Das bereits bezahlte Entgelt fürs erste Quartal dieses Jahres wird ihm zurückerstattet. "Darüber hinaus haben wir dem Kunden aus Kulanz zusätzlich eine Gutschrift über vier Monatsbeiträge erstellt", erklärt Hannes Lindhuber. Jens Günther hofft auf die Überweisung: "Wenn ich dieses Geld erhalte, ist die Sache für mich erledigt." Frank Pfeifer

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