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Döbeln: Langsame Radfahrer kommen weiter

Döbeln: Langsame Radfahrer kommen weiter

Sie haben sich etwas Neues einfallen lassen, schließlich wollen sie ihr Nachtbergzeitfahren auch in den nächsten Jahren noch veranstalten. Und dafür, das ist den Radsportlern des Döbelner SC durchaus bewusst, brauchen sie auch Teilnehmer aus den hiesigen Gefilden.

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Diesmal können beim Nachtbergzeitfahren nicht nur die schnellsten Pedaleure gewinnen. Die Organisatoren haben sich einen neuen Wettbewerb ausgedacht.

Döbeln. "Das kann jeder. Ich hab es persönlich ausgetestet und brauche zwölf Minuten, selbst wenn ich zu Fuß gehe. Und ich bin auch nicht mehr der Jüngste", schmunzelt Abteilungschef Klaus Böber. Die Rede ist von den 1100 Metern und 90 Höhenmetern, die beim Nachtbergzeitfahren vom Start im Bärental aus bis hinauf nach Mannsdorf absolviert werden müssen. Und die es im Slow-Motion-Teamwettbewerb gilt, so langsam wie möglich zu absolvieren. Besser gesagt: "Das Team, das am Ende die meiste Zeit zu Buche stehen hat, ist Sieger." Mindestens drei Fahrer müssen zu einer Mannschaft gehören - nach oben gibt es keine Grenze. Also: "Je mehr Fahrer man an den Start bringt, umso höher sind die Gewinnchancen." Das ist logisch und damit aus dem Bergzeitfahren kein Schleichwettbewerb wird, gibt es eine Zeit-Grenze: "Wer die zwölf Minuten überschreitet, wird aus dem Rennen genommen."

Der Plan hinter der Aktion: "Mehr Leute an den Start bringen, auch aus dem Hobby-Bereich." Wer sich anmeldet, startet einmal und kann automatisch an zwei Wettbewerben teilnehmen - am ganz normalen Rennen und am Teamwettbewerb. "Es geht auch darum, dass diejenigen mal zum Zuge kommen, die eben nicht so schnell sind." 80 Voranmeldungen haben die Organisatoren bereits vorliegen. Ob von denen am Sonnabend alle kommen, wird sich zeigen. Schön wäre es, denn bei der fünften Ausgabe würde das DSC-Team gern die 100-Teilnehmer-Grenze knacken. Zwischen 45 - als es in Strömen regnete - und 70 Starter haben in den vergangenen vier Jahren den Weg ins Döbelner Bärental gefunden. "Es wäre schön, wenn es noch ein paar mehr werden würden."

Um die Veranstaltung insgesamt noch attraktiver zu machen, sind die Orga­nisatoren - gerade einmal 14 Leute stemmen das Bergzeitfahren - schon auf Anregungen aus dem Vorjahr eingegangen. So wird es zum Beispiel diesmal Handzettel für die Anwohner geben, auf denen steht, zu welcher Zeit welches Rennen läuft und um welche Startklasse es sich gerade handelt. Neben einem Rennen für die Jedermänner (sieben Altersklassen) mit Starts alle 30 Sekunden gibt es vier Lizenzrennen, wobei die Kategorie der Herren hier noch einmal unterteilt wurde in bis 23-Jährige und älter.

Im Zielbereich werden die Besucher wieder kulinarisch versorgt, es gibt Wildgulasch, selbstgestopfte Bratwürste und Schaschlik. Und es wird ein Teufelchen im Gelände unterwegs sein - Sophie aus der "Hölle des Nordens", das Maskottchen eines befreundeten Radsportvereins in der Lüneburger Heide, soll für zusätzlich Kurzweil sorgen. Also: Wer dabei sein will, kann sich auch am Veranstaltungstag noch anmelden. Der erste Start ist 19.30 Uhr und es gilt einen Streckenrekord zu knacken: 2:55 Minuten.

Manuela Engelmann

www.dsc-mtb.de

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