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Döbeln Döbeln: Messermann vom Staupitzbad kommt früher frei
Region Döbeln Döbeln: Messermann vom Staupitzbad kommt früher frei
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18:32 13.02.2019
Am Landgericht Chemnitz ist der Messerstecher vom Staupitzbad etwas günstiger weggekommen. Quelle: dpa
Döbeln/Chemnitz

Beleidigung, Bedrohung, Nötigung, Sachbeschädigung, Widerstand: Für eine ganze Litanei an Vergehen quer durch das Strafgesetzbuch hatte das Schöffengericht des Amtsgerichtes Chemnitz den 25-jährigen Rumänen im Mai 2018 zur Gesamtstrafe von dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Am schwersten wog für das Gericht dabei die Messerattacke in der Döbelner Diskothek Staupitzbad am 22. Januar 2017. Dabei hatte er laut Ansicht des Schöffengerichtes gegen 3.15 Uhr auf einen Gast des Staupis eingestochen und diesen verletzt. Weiterhin hatte ihn das Gericht auch verurteilt, weil er einen Polizisten angespuckt und ihm einen Kopfstoß versetzt hatte. Im ersten Prozess hatte der 25-Jährige weitgehend geschwiegen und lediglich einen Ladendiebstahl zugegeben.

20Florinell P. bei seinem Prozess im Amtsgericht Chemnitz. Das Landgericht hat nun seine Strafe in zweiter Instanz nach unten korrigiert. Quelle: Archiv/Harry Haertel

Vor der 8. Kleinen Strafkammer am Landgericht Chemnitz ist er jetzt etwas besser weggekommen. Die Kammer unter Vorsitz von Richterin Karin Troxler verhandelte nun die Berufung des Angeklagten. „Der Angeklagte wurde in Abänderung des Urteils des Schöffengerichts zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig“, teilt Marika Lang, Richterin am Landgericht Chemnitz und dessen Pressesprecherin, auf Nachfrage der DAZ mit. Auch vor dem Landgericht hat der Rumäne geschwiegen. Das mildere Urteil gab es laut Auskunft seines Verteidiger, Rechtsanwalt Thomas H. Fischer, auch deshalb, weil die Berufungskammer die Strafen für die Beleidigungen im privaten Umfeld des Rumänen nicht so hoch angesetzt hat, wie das Schöffengericht. Die Kammer konnte dadurch die Gesamtstrafe um ein halbes Jahr senken, das Paket straffer schnüren.

Frei in neun Monaten?

Florinell P. kam nach der Messerattacke im Januar 2017 kurz in Untersuchungshaft, dann aber wieder frei. Erst im Oktober 2017 ordnete der Ermittlungsrichter erneut U-Haft an. Florinell P. hatte sich massiv gegen Polizeibeamte gewehrt, diese bespuckt und nach ihnen getreten, weswegen die Gesamtstrafe auch die Rechtsfolgen für diesen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte enthält. Von der nun rechtskräftigen Strafe wären – die bis jetzt andauernde Untersuchungshaft mit eingerechnet – im Oktober zwei Drittel rum. Bei guter Führung könnte der Messermann vom Staupitzbad in rund neun Monaten wieder ein freier Mann sein.

Von Dirk Wurzel

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