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Döbeln Döbeln: Musikalische Impressionen im TiB
Region Döbeln Döbeln: Musikalische Impressionen im TiB
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17:53 09.04.2012
Hintergrundinformationen zur Inszenierung lieferte Chefdramaturg Hagen Kunze zusammen mit dem Regisseur Manfred Straube. Quelle: W. Sens

Ab der nächsten Spielzeit, im September, wird sie auch im Döbelner Theater zu sehen sein. Zur Stückeinführung im Theatercafé bekam das interessierte Publikum einen ersten Vorgeschmack auf die Inszenierung.

Das Theatercafé war gut gefüllt, als Chefdramaturg Hagen Kunze Gasttenor Christoph Schröter ankündigte, der den Nachmittag mit einer eindrucksvollen musikalischen Kostprobe eröffnete - wie alle darauffolgenden begleitet von Ivo Arad am Klavier. Schröters Rolle im Stück ist die des wohlhabenden Barinkay, der aus dem Exil in seine Heimat Ungarn zurückkehrt. Sein Besitz ist inzwischen in den Händen des Schweinezüchters Zsupan, verkörpert von Sergio Raonic Lukovic. Die Männer kommen überein, dass Barinkay um die Hand von Arsena, Zsupans Tochter, anhält, um so an das ihm zustehende Erbe zu kommen. Als rechtsmäßiger Herr wird Barinkay nur von der Zigeunerin Czipra (Zsuzsanna Kakuk) erkannt und von ihresgleichen als solcher akzeptiert und zum Baron gekürt. "Der Zigeunerbaron ist ein politisches Statement Strauß'. Eine Kritik an seiner Zeit", erklärt Manfred Straube, Regisseur des 1885 entstanden Stücks. "Beide Völker", die in der Handlung aufeinandertreffen und gemeinsam in den Krieg gegen andere europäische Großmächte ziehen, Ungarn und Zigeuner, "sind bei ihm auf einem Level". In einer Zeit des stärker werdenden Antisemitismus, in der Strauß lebte. Wie jede Operette endet auch diese glücklich. Mit der Hoffnung auf ein friedfertiges Zusammenleben.

"Es sind immer sehr informative Veranstaltungen. Und wir mögen den persönlichen Kontakt", berichtet Manfred Andreas, der Einführungsveranstaltungen zu neuen Stücken, so oft es geht, mit seiner Frau besucht. Und auch dieses Mal wurden die Kriebethaler von Hagen Kunze und dem Mann an seiner Seite, Manfred Straube, mit umfangreichem geschichtlichem Hintergrundwissen wie über Entstehungszusammenhänge der Inszenierung versorgt. Ein vergleichsweise kleines Haus wie das Mittelsächsische Theater sei für ihn als jungen Sänger eine Möglichkeit, sich auszuprobieren, berichtete etwa Gasttenor Christoph Schröter, der erstmals unter der Leitung von Generalmusikdirektor Jan Michael Horstmann auftreten wird. Auf eine tragende Rolle wie die des Barinkay hätte er in der Komischen Oper in Berlin, seinem vorhergehenden Engagement, Jahre warten müssen, so Schröter.

Katharina Schultz

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