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Döbeln Döbeln: Neue Fassade und neue Brücke
Region Döbeln Döbeln: Neue Fassade und neue Brücke
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21:59 29.03.2012
Döbeln

Neue Naturschiefer auf dem Dach, neues Tragwerk darunter, Dämmung der Decken, Sanierung der Fenstergewänder, neue wärmeisolierte Fenster und Türen sowie einen ordentlichen Sonnenschutz - all das hatte die Stadt Döbeln in diesem Jahr für ihr altehrwürdiges Gymnasium auf dem Zettel. Auf der Rechnung standen eine Million Euro Gesamtkosten, davon 700 000 Euro Efre-Fördermittel von der Europäischen Union, 144 000 Euro Bundesmittel aus dem Stadtumbau-Ost und 300 000 Euro Eigenmittel aus dem Stadtsäckel. Die Fassade neu zu gestalten, sah das Förderbudget aber nicht vor. Einen entsprechenden Antrag lehnte das Innenministerium ab. Nun sollten die Stadträte entscheiden, die Fassade auf eigene Rechnung gleich mit zu sanieren, weil Gerüst- und Baunebenkosten schon einmal anfallen. Dazu hat sich der Stadtrat einstimmig bekannt, auch wenn der 225 000 Euro teure Griff in die Rücklage den Sparstrumpf der Stadt schmälert.

"Für was, wenn nicht für unser Gymnasium, können wir die Rücklage der Stadt besser einsetzen? Das Gymnasium ist für Döbeln ein wichtiger Standort- und Wirtschaftsfaktor", so FDP-Fraktionschef Jörg Neumann. "Wir können nicht immer nur nach Fördermitteln schielen", sagte SPD-Fraktionschef Axel Buschmann.

Statt 300 000 Euro fließen jetzt 525 000 Euro aus dem Stadtsäckel in das Hauptgebäude. Die Gesamtkosten erhöhen sich auf 1,4 Millionen Euro. Noch dieses Jahr muss alles fertig werden. Entscheidendes Argument für die Stadträte, mit der Fassade nicht auf spätere Fördermittel zu warten, war die Tatsache, dass am Hauptgebäude der Bildungsstätte auch noch eine komplette Innensanierung und ein Verbindungsbau mit dem Naturwissenschaftsgebäude geplant sind. Dafür sind nochmals 2,5 bis drei Millionen Euro nötig. Damit muss die Stadt dann dringend in das meist von einer Antragsflut überzeichnete Schulbauförderprogramm aufgenommen werden.

Für die neue Brücke zwischen Schillerstraße und Sörmitzer Straße werden bereits Gutachten und Verfahrensunterlagen erstellt. 96 Meter lang und etwa zwei Millionen Euro teuer wird das Brückenbauwerk. Der Stadtrat entschied sich gestern mehrheitlich für eine Vorzugsvariante (die DAZ stellte diese bereits am 17. März in Wort und Bild vor). Die Brücke soll als Ventil die innerstädtische Verkehrssituation zwischen Oberbrücke und Straße des Friedens entlasten. Im November hatte es dazu Verkehrszählungen gegeben. Das daraus erstellte Gutachten wird am 12. April im Hauptausschuss und am 10. Mai im nächsten Stadtrat öffentlich vorgestellt. Ein erstes Ergebnis sickerte schon durch: Döbelns innerstädtischer Verkehr ist zu 95 Prozent hausgemacht und von den Einwohnern der Stadt verursacht, also kein Durchgangsverkehr.

❏ Das Toilettenhaus vom Niederwerder wird bis zum Sommer in die Freizeitanlagen Klostergärten umgesetzt.

❏ Der Konzessionsvertrag mit den Stadtwerken wurde bis 2032 verlängert.

Thomas Sparrer

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