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Döbeln Döbeln-Nord: Ballsport-Verbot in der Turnhalle
Region Döbeln Döbeln-Nord: Ballsport-Verbot in der Turnhalle
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23:11 17.12.2013
Medizinbälle dürften vom Ballspielverbot in der Turnhalle Nord ausgenommen sein, denn diese springen nicht. Quelle: Sven Bartsch

Grund: Die Bildungsagentur beanstandete den fehlenden Prallschutz. Und damit zurückspringende Bälle niemand verletzten, ist in der Halle jetzt jeder Sport möglich. Außer eben Fußball, Handball, Volleyball und so weiter.

"Klar schränkt uns das im Unterricht ein", sagt Schulleiterin Katrin Wagner. "Aber die Sicherheit der Kinder hat Vorrang." Zumindest den Lehrplan beeinträchtigt der Ballsportverzicht derzeit nicht maßgeblich. Katrin Wagner: "Zum Glück haben wir die Ballsportarten weitgehend durchbehandelt. Jetzt sind unter anderem Judo und Gymnastik dran", so die Schulchefin weiter. Sie hofft, dass die Mängel nun so schnell wie möglich abgestellt werden.

Die Hoffnung ist berechtigt. Michael Thürer, Sport-Abteilungsleiter in der Stadtverwaltung hat gute Neuigkeiten: "Wir werden noch in dieser Woche eine Kompromisslösung auf den Tisch legen." Diese gelte es zunächst mit der begutachtenden Stelle zu klären. Das ist nach Michael Thürers Worten ein Büro, das im Auftrag der Bildungsagentur die Sicherheit der Sportstätten prüft. Aufgefallen ist das Prallschutz-Problem in Döbeln-Nord bei einer Sicherheitsbegehung.

Die Stadt will das Problem mit Matten lösen, die hinter den Torbereichen vor die Wände geschnürt werden sollen. Man habe bereits ein Unternehmen beauftragt, diese Variante zu prüfen, so Michael Thürer. Auf professionelle Unterstützung ist die Stadt angewiesen, weil es sich um ziemlich große Bereiche handelt, die einer speziellen Dämmung bedürfen. "Wir reden von zwei mindestens 15 Meter langen Flächen", sagt Michael Thürer. Normalerweise kommt in Sporthallen ein festeingebauter Prallschutz zum Einsatz. Dieser besteht aus Holz- oder Holzwerkstoffen, Kunstoffmaterialien oder aus Teppichbelag. Solche dauerhaften Lösungen sind für die Halle in Nord natürlich nur im Falle einer Sanierung sinnvoll.

"Darüber werden wir mittel- bis langfristig nachdenken", sagt Michael Thürer. Abhängig ist das natürlich auch vom Fördergeld. Bisher hat die Stadt sparsam in die Halle investiert. Nicht aus Bosheit, sondern auch, weil ein möglicher Neubau in Betracht kommt. Da wäre jeder zu früh investierter Euro verschwendetes Geld.

Dirk Wurzel

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