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Döbeln Döbeln-Ost: Archäologen rücken an „Gakendelle“ an
Region Döbeln Döbeln-Ost: Archäologen rücken an „Gakendelle“ an
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17:41 13.07.2016
Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

Die „Gakendelle“ östlich von Döbeln gilt als unendliche Geschichte. Nun scheint sie doch ein Ende zu bekommen und der Anfang vom Endes steht kurz bevor. Zunächst rücken Archäologen an, um das Areal entlang des bestehenden und künftigen Autobahnzubringers genau zu untersuchen. Im Herbst könnten die eigentlichen Bauarbeiten beginnen.

Das zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) bestätigte am Mittwoch auf Anfrage, dass Ende Juli die bauvorbereitenden Leistungen starten. Mehr Details will Sprecherin Isabel Siebert Ende nächster Woche geben. Claudia Richter, Leiterin der Abteilung Straßenbau des Landkreises Mittelsachsen, geht davon aus, dass der Auftrag für das Los 0, also die sogenannte Baufeldfreimachung, vergeben ist. Dazu gehört die archäologische Untersuchung. Richter: „Dafür betreiben die Archäologen zunächst ein Kartenstudium, um vor den eigentlichen Erdarbeiten abzuklären, was sich dort unter der Oberfläche befinden könnte.“

Der Landkreis beteiligt sich an dem Großprojekt mit 1,45 Millionen Euro. Mit Trassenverlegung, Brückenbau sowie neuen Anbindungen für Gewerbegebiete und Ortsteile sollen sich die Baumaßnahmen nach bisherigen Angaben mindestens bis Ende 2018 hinziehen.

Nicht wie geplant in diesem August kann mit dem Kreisstraßenbau an der Ortsdurchfahrt von Kiebitz begonnen werden. „Wir haben den notwendigen Fördermittelbescheid vom Freistaat noch nicht erhalten und ohne Fördermittelzusage können wir die Maßnahme nicht ausschreiben“, sagt Claudia Richter. Sie hofft, bis Ende Juli wenigstens mündlich eine Bestätigung für das Vorhaben zu bekommen. Denn, so Richter: „Von der Veröffentlichung der Ausschreibung bis zum Baubeginn vergehen in der Regel noch einmal zwei Monate. Wir könnten dann also zumindest Ende September beginnen.“ Die Ausschreibung – ein 150 Seiten umfassendes Paket – sei bereits vorbereitet. Knapp eine Million Euro sind für die Arbeiten vom Landkreis veranschlagt.

Bevor es mit dem grundhaften Ausbau der Straße los geht, müssen umfangreiche Tiefbauarbeiten für neue Kanäle und Leitungen erfolgen. „Das Gute daran ist, dass solche Tätigkeiten auch in den Wintermonaten ausgeführt werden können“, sagt Richter. Der verschobene Baustart dürfte sich also nicht ganz so gravierend auswirken. Zumindest hält die Abteilungsleiterin zunächst an November 2017 als Fertigstellungstermin fest.

Optimistisch ist Claudia Richter auch, dass noch im Herbst dieses Jahres mit dem Straßenbau in Kriebstein im Abschnitt Talsperrenparkplatz bis kurz vor dem Burgberg (Rittergut) begonnen werden kann. Die Abstimmung mit den Eigentümern sei allerdings noch nicht abgeschlossen und der Großteil der Bauarbeiten werden 2017 ausgeführt. Immerhin liege bereits der Fördermittelbescheid für eine geplante, ständige Amphibienschutzanlage nahe des großen Parkplatzes vor.

Von Olaf Büchel

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