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Döbeln: Parkplatz am Busbahnhof erst einmal passé

Döbeln: Parkplatz am Busbahnhof erst einmal passé

350 gebührenpflichtige Parkplätze gab es bis gestern auf der Döbelner Muldeninsel. Die 85 innerstädtischen Stellplätze am Busbahnhof sind nun Geschichte.

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Wo bisher wochentags etwa 80 Autos parkten, tanzte gestern das Laub über den leeren Parkplatz am Busbahnhof. Ein erster Bagger steht als Vorbote für die jetzt beginnenden Arbeiten am Flutgraben. Noch in dieser Woche soll der Parkplatz mit der Baustelleneinrichtung vollgestellt werden.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Zwischen dem Schloßbergwehr und der Brücke Straße des Friedens, entlang des Busbahnhofes, wird in den nächsten Wochen und Monaten der Flutgraben der Mulde deutlich verbreitert. Das ist Kernbestandteil des Hochwasserschutzes für Döbeln. Bei Hochwasser können durch den leistungsfähigeren Flutgraben mehr Wassermassen abfließen. Das soll die Pegel rund um die Muldeinsel senken und den schneller überlaufenden Muldearm hinter der Ritterstraße deutlich entlasten. Im Bereich hinter dem Parkplatz am Busbahnhof wird für den Neubau des Schlossbergwehres, der im kommenden Jahr ebenfalls starten soll, eine Rampe in den Fluss gebaut, die einmal dauerhaft als Wartungszufahrt dienen soll. Entlang des Parkplatzes entsteht ab diesem Winter eine Bohrpfahlwand. Übrigens wird der Parkplatz am Busbahnhof nach dem Ende der Bauarbeiten nur etwa halb so groß sein und statt 85 noch etwa 40 Stellflächen haben.

Für den Flutschutz der Innenstadt müssen auch Opfer gebracht werden, ist man sich im Döbelner Rathaus einig. Ordnungsamtsleiter Jürgen Müller verweist auf Ausweichparkplätze im weiteren Umfeld der Muldeinsel. Gleich auf der gegenüberliegenden Flussseite im Bereich der Uferstraße, der Gabelsberger Straße und der Schillerstraße gebe es kostenfreie Stellplätze an den Straßenrändern. Nutzbar wäre zudem an der Oschatzer Straße die Fläche des ehemaligen Bauhofes. Für alle, die auf den Westteil der Muldeninsel wollen, sei der Steigerhausplatz und der Parkplatz im Kasernengelände eine kostenlose Alternative zum Busbahnhof. Nutzbar ist zudem der kostenfreie Parkplatz an der Franz-Mehring-Straße vor der Niederbrücke, so der Ordnungsamtsleiter.

Zum kostenfreien Parken freigegeben hat Eigentümer Uwe Prinzing auch den zum Staupitzbad gehörigen Privatparkplatz gegenüber dem Amtsgericht in der Rosa-Luxemburg-Straße. Die Stadtverwaltung hat im Gegenzug beispielsweise den Winterdienst für die Fläche übernommen.

Ganz bequem und im bevorstehenden Winter auch ohne Scheibenkratzen zu nutzen, wäre das Parkhaus an der Ritterstraße mit direktem Zugang zur Fußgängerzone. Hier kostet die erste Stunde einen Euro, jede weitere Stunde auch einen Euro. Geöffnet ist das Parkhaus wochentags von 6 bis 20 Uhr, samstags 6 bis 16 Uhr. Sonntags ist geschlossen.

Kostenfrei mit ausgelegter Parkscheine nutzbar sind im Moment alle anderen innerstädtischen Parkplätze. Die Flut hat den städtischen Parkscheinautomaten den Rest gegeben. Neue Automaten sind bestellt und sollen bis Jahresende geliefert werden. Etwa 5000 Euro im Jahr nimmt die Stadtverwaltung mit allen Parkscheinautomaten ein. Grund für die geringen Einnahmen ist die mit einem Freiticket aus dem Parkscheinautomaten kostenfreie erste Stunde. "Die Einnahmen aus den Automaten decken gerade so die Kosten der Technik. Die Parkscheinautomaten sind einfach mehr eine ordnungspolitische Maßnahme, um die Parkzeit zu begrenzen und im Sinne des innerstädtischen Handels einen entsprechenden Umlauf auf den Parkplätzen zu haben", erklärt der Ordnungsamtsleiter.

Thomas Sparrer

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