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Döbeln: Pferdegetrappel fürs Amsterdam-Museum

Döbeln: Pferdegetrappel fürs Amsterdam-Museum

Die Döbelner Pferdebahn wird jetzt Bestandteil eines holländischen Forschungsprojektes. Damit soll der Bekanntheitsgrad der Döbelner Attraktion in den Niederlanden wachsen, erhoffen sich die Mitglieder des Pferdebahnvereins.

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An jedem ersten Sonnabend im Monat ist die Döbelner Pferdebahn für jedermann unterwegs. Am Sonntag fährt sie nur für ein holländisches Forschungsprojekt. Dafür kommt die Pferdebahn als Teil einer Klanginstallation ins Amsterdam-Museum.

Quelle: Archiv

Döbeln. Zwei Mitarbeiter der Universität Maastricht werden am Sonnabend in Döbeln anreisen, sich den Verlauf der Trasse durch die Innenstadt anschauen und eine für die Tonaufnahmen geeignete Stelle mit möglichst wenigen Nebengeräuschen aussuchen. Die Fahrten und Tonaufnahmen werden deshalb am Sonntag früh durchgeführt.

Die originalen Geräusche der Döbelner Pferdebahn werden für eine Klang-Installation im Amsterdam-Museum gebraucht, in der sich die Besucher und Besucherinnen interaktiv den verändernden Klang von Amsterdam zu drei verschiedenen Zeitpunkten (1895, 1935 und 2012) anhören können. In diesem Projekt, das vom Department für Technologie und Gesellschaftswissenschaften der Fakultät für Kunst und Sozialwissenschaften der Universität Maastricht durchgeführt wird, geht es darum, anhand von verschiedenen historischen Quellen die verändernde Geräuschlandschaft in der Stadt - konkret in Amsterdam - nachzuzeichnen. Zum Beispiel will die Uni Maastricht den Effekt von sich verändernden Verkehrsmitteln, Fahrbahnbelag und Musikinstrumenten auf den Klang der Stadt demonstrieren.

Die Wissenschaftler legen dabei viel Wert auf sowohl historische als auch akustische Richtigkeit und erarbeiten deshalb die Klangaufnahmen mit neuesten Audio-Technologien, aber von originalen historischen Objekten. Ein wichtiger Bestandteil dieser sich verändernden Geräuschlandschaft sind die Straßenbahnen. Dazu gehören auch die 1895 noch gängigen Pferdebahnen. Jedoch hat es sich bisher für die Universität Maastricht als schwierig gestaltet, eine noch funktionierende historische Pferdebahn zu finden, von der eine Klangaufnahme gemacht werden kann. Deshalb suchten die Initiatoren auch im angrenzenden Ausland nach einer Pferdestraßenbahn.

"Döbeln ist zwar nicht unbedingt in näherer Umgebung der niederländischen Grenze, da aber sonst keine historische Pferdebahn gefunden werden konnte, hat die Universität Maastricht bei uns angefragt, ob es möglich wäre, diesen Sommer eine Klangaufnahme der fahrenden Döbelner Pferdebahn zu machen", sagt Pferdebahnvereinschef Uwe Hitzschke. "Selbstverständlich sind wir gern bereit, unsere Bahn für diese Studienzwecke zur Verfügung zu stellen. Wir freuen uns, einen kleinen Beitrag im Rahmen dieser Studie leisten zu können. Gleichzeitig wird damit Döbeln und die Döbelner Pferdebahn weiter bekannt gemacht", so Hitzschke weiter.

 

 

Die nächsten öffentlichen Fahrtermine der Döbelner Pferdebahn sind am Sonnabend, dem 4. August, am 1. September und am 6. Oktober, jeweils von 10 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 17 Uhr. Start ist immer am Deutschen Pferdebahnmuseum am Niederwerder 6. Das Museum hat an allen Fahrtagen ebenfalls bis 17 Uhr geöffnet.

Das Museum ist ansonsten von Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr sowie sonnabends 9.30 bis 12.30 Uhr geöffnet.

Sonderfahrten und gesonderte Führungen im Museum können zudem unter Telefon 03431/704298 vereinbart werden.

Thomas Sparrer

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