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Döbeln Döbeln: Pflichtversicherung für Flutschäden?
Region Döbeln Döbeln: Pflichtversicherung für Flutschäden?
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22:37 10.04.2014
Region Döbeln

Ob die Pflichtversicherung für Elementarschäden kommt, ist derzeit unklar. Kürzlich sprach darüber CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann mit dem Chef des Wiederaufbaustabes des Freistaates Sachsen, Staatssekretär Dr. Fritz Jaeckel. Es ging in den Gesprächen aber nicht nur um die Pflichtversicherung. Veronika Bellmann gab dem Freistaat ein ganzes Bündel an Hausaufgaben. Beispiel Eigenanteil bei der Wiederaufbau-Förderung. Etwa, wenn ältere Leute keine Kredite mehr bekommen, um diesen Eigenanteil zu stemmen. Ein weiterer Punkt, den die Bundespolitikerin zur Sprache brachte, ist staatlich geförderter Flächentausch. "Es wäre wünschenswert, wenn Kommunen die Möglichkeit haben, Hochwasserflächen im Einzelfall zur Entsiedlung gefördert aufkaufen zu können", so Veronika Bellmann. Dazu gehöre auch die Möglichkeit, dass Städte und Gemeinden eigene Grundstücke unter Wert verkaufen dürfen, damit sich dort die Grundstücksbesitzer aus hochwassergefährdeten Gebieten ansiedeln können. Dies dürfe jedoch nur im Einzelfall möglich sein. Es gehe nicht darum, ganze Dörfer umzusiedeln.

Versicherungs-Absagen sammelt derzeit die Döbelner Versicherungsmaklerin Kirstin Klein. Es geht darum, die Malaise mit nicht versicherbaren Immobilien zu dokumentieren. Damit die Politik belastbare Fakten hat, um tätig zu werden. Kirstin Klein hat sich mit ihrem Anliegen - sie befürwortet die Pflichtversicherung für Elementarschäden - an den CDU-Landtagsabgeordneten Sven Liebhauser gewandt. "Die Pflichtversicherung ist der einzige Weg", sagt sie. Und verdeutlicht, wie uneinheitlich die Gesellschaften mit ihrer Kundschaft umgehen: ausschließlich privat genutzte Einfamilienhäuser lassen sich gegen Hochwasser versichern. Anders sieht es bei einem Wohn- und Geschäftshaus aus. Erst neulich erfuhr sie von einem Betroffenen aus der Region Döbeln, dessen Wohn- und Geschäftshaus eine große deutsche Assekuranz nicht versichern will. Nach welchen Kriterien Gesellschaften Elementarschaden-Policen verkaufen oder nicht, versteht Versicherungsfachfrau Klein nicht.

Die Versicherungswirtschaft steht einer Pflichtvariante zur Absicherung von Elementarschäden naturgemäß ablehnend gegenüber. Denkbar ist zudem auch, dass die sächsische Politik die Pflichtversicherung als ultima ratio ansieht, wenn sich die Gesellschaften weiterhin sträuben. Dirk Wurzel

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