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Döbeln Döbeln-Sörmitz: Grünes Licht für Flutschutz am Mühlgraben
Region Döbeln Döbeln-Sörmitz: Grünes Licht für Flutschutz am Mühlgraben
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19:41 24.08.2012

Was lange währt, wird (hoffentlich) gut. Zumindest hat die Landesdirektion Sachsen nun alle notwendig gewordenen Änderungen zur Planung der Hochwasserschutzmaßnahme im Sörmitzer Mühlgraben abgesegnet. Die Behörde beendete damit die Planfeststellung - es kann gebaut werden. Voraussetzung für den Bescheid aus Chemnitz war die Überarbeitung der Planunterlagen bezüglich der darin vernachlässigten Erreichbarkeit von Rettungs- und Einsatzfahrzeugen im betroffenen Bereich.

Mit Planfeststellungsbeschluss vom 24. November 2010 hatte die Landesdirektion bereits die Hochwasserschutzmaßnahmen an der Freiberger Mulde in Döbeln genehmigt. Als der Bau konkret geplant wurde, stellte sich heraus, dass bei der eigentlichen Bauausführung eine ständige Freihaltung der Straße "Am Mühlgraben" für Rettungsfahrzeuge und Feuerwehr nicht gewährleistet werden konnte. Die Stadt Döbeln hatte das damals moniert. Die Landestalsperrenverwaltung (LTV) beantragte schließlich eine Änderung des Beschlusses. Am Mittwoch segnete die Landesdirektion Sachsen die Korrekturen letztlich ab.

"Mit der nun festgestellten Änderung ist die Freihaltung der Rettungswege während der gesamten Bauzeit gesichert. Um dies zu erreichen, wird der Mühlgraben während der Bauausführung verfüllt. Somit entsteht eine Arbeitsebene beziehungsweise Baustraße, von der aus die Bauarbeiten ausgeführt werden können", teilte Joachim Eckert, Sprecher der Direktion in Chemnitz mit. Nach Umsetzung der Baumaßnahmen werde die Verfüllung wieder beseitigt.

Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) zeigte sich gestern erleichtert: "Klasse, dass es jetzt endlich wieder losgeht. Es hat lange gedauert, aber es ist gut, dass sich jetzt ein weiteres Puzzlestück in den Hochwasserschutz von Döbeln einfügt. Wenn die Landestalsperrenverwaltung die Maßnahme schon ausgeschrieben hat, kann es demnächst losgehen." Die Änderung beim Bau der Schutzanlage in Sörmitz beinhaltet zudem eine geringfügige Verlegung des Bauwerkes. Mit dem Ergebnis, dass weniger Fläche gebraucht wird und der Mulderadweg nicht mehr - wie in der ursprünglichen Fassung vorgesehen - über den Deich geführt werden muss. "Im Rahmen des Änderungsverfahrens wurden die privat Betroffenen über die Planänderung informiert. Es wurde eine Einwendung erhoben, die sich jedoch erledigt hat", versicherte Eckert. Die Stadt Döbeln und anerkannte Naturschutzvereinigungen seien am Verfahren ebenfalls beteiligt gewesen. Deren Stellungnahmen seien ausgewertet und bei der Entscheidungsfindung abgewogen worden.

Ursprünglich sollten die Baufahrzeuge schon im Frühjahr angerollt sein.

Thomas Lieb

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