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Döbeln Döbeln: Sparkasse richtet Übergangsfiliale ein
Region Döbeln Döbeln: Sparkasse richtet Übergangsfiliale ein
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21:44 01.08.2013

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"Es wird einiges verändert. Denn ein nächstes Hochwasser kommt bestimmt", sagt Gerd Lindner, der sich als Bauleiter der Sparkasse um die Flutreparaturen kümmert. Die Sparkasse war gegen Flutschäden versichert. Doch die Versicherung fordert auch, dass Vorkehrungen getroffen werden, um Schäden künftig zu verringern. "Das heißt für uns, dass wir natürlich so viel Technik wie möglich ins Erdgeschoss oder die Obergeschosse bringen", erklärt Gerd Lindner. "Allerdings geht das nur bedingt. Denn die Räume im ersten Obergeschoss werden ja weiterhin gebraucht. Doch wir versuchen, die gesamte Gebäudeautomation, die Elektrik und die Datentechnik über die magische Grenze zu setzen", so der Bauleiter. Auch der Antrieb des Fahrstuhls kommt künftig unters Dach. Die Lüftung der Tiefgarage geht technisch nicht unters Dach zu verlegen.

Die Tiefgarage bekommt einen neuen Estrich und eine neue Abdichtung. Im gesamten Keller der Sparkasse wird ein nicht aufschwemmender Gussasphalt eingebaut. Überhaupt wird der Keller künftig anders genutzt. Zwischenwände werden aus Betonsteinen gemauert, Gipsputze werden durch Zementputz ersetzt.

Da für die flutbedingten Umbauten viele Medien neu verlegt werden müssen, samt dazu notwendiger Kernbohrungen ins Erdgeschoss, wird die Wiederherstellung der modernenen Schalterhalle im Hauptgebäude wohl noch bis Jahresende dauern. Deshalb richtet die Sparkasse gerade in den Räumen der Sparkassenversicherung, die von der Rudolf-Breitscheid-Straße erreichbar sind, eine Filiale für den Übergang ein. Diese soll im September den Kunden zur Verfügung stehen. Auch die Selbstbedienungszone an der Breitscheid-Straße mit Geldautomat, Kontoauszugdrucker und Überweisungterminal entsteht bis dahin wieder. Dank rechtzeitiger Vorwarnung und vieler einsatzbereiter Mitarbeiter war bereits am Freitag vor der Flut begonnen worden, zu retten, was zu retten ist. Im Heckelhaus wurden die wertvollen Originale des Künstlers ins 3. Geschoss gebracht. Die Inhalte der Mietfachanlage im Erdgeschoss des Hauptgebäudes wurden gerettet. "Was beweglich war, konnten wir in Sicherheit bringen", so Gerd Lindner. Nur in den Geldautomaten ist Geld nass geworden. Es wurde von der Bundesbank umgetauscht.

Wann das Heckelhaus wieder öffnen kann, dazu will Gerd Lindner im Moment keine Aussage treffen: "Das alte Mauerwerk trocknet sehr schlecht und hat im Moment zum Teil noch Feuchtegrade, wie an den Tagen nach der Flut."

Thomas Sparrer

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